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-16-

Dream Squasher

Gewohnt zuverlässig liefern -16- fiesen Sludge mit basswummernden Weltuntergangsriffs, peitschenden Drums, bedrohlich gurgelndem Gesang und allem, was sonst noch so dazu gehört. Aber halt, singt/brüllt -16-Gitarrist und frischgebackener Leadsänger Bobby Ferry da etwa gerade was über das Aufpäppeln eines Straßenhundes? Hach, sie lieben sich so, wie niedlich. „Es wurde bewusst versucht, den textlichen Themen etwas Positives beizumischen. Das Beste, was uns dazu einfiel, war, seinen Hund so sehr zu lieben, dass man sich am Ende selbst umbringen würde, wenn der Hund stirbt“, begründet Ferry das. Ach so, am Ende sind alle tot, na dann ist ja gut, dachte schon, -16- wären nach fast dreißig Jahren konsequenter Düsternis vor lauter Härte verweichlicht. Du weißt schon, so nach dem Motto minus mal minus ist plus. Aber ist ja doch nicht. Haben vielleicht auch einfach nur gedacht, bei dem Geschrei würde doch niemand zuhören? Im Gegensatz zu den MELVINS absolut humorfreier Testosteron-Rockismus, handwerklich gekonnt runtergerissen, dabei aber ungefähr so aufbauend wie die Aussicht auf ein Date mit IRON MAIDEN-Maskottchen Eddie the Head. Und wer ein Lied „Summer of 96“ nennt, gehört sowieso aus Prinzip sofort gesteinigt. Punkt.