FIFTEEN

Survivor

Engagierter, aber auch spröder Punk von einer Band, die zu den Wegbegleitern der frühen GREEN DAY gehört. Jeff Ott ist seit einer halben Ewigkeit dabei im Bay Area Punk-Zirkus, doch nachdem die Band Anfang der Neunziger im Dunstkreis GREEN DAY, aber auch von CRIMPSHRINE und anderen frühen Lookout-Bands, ein paar Platten spröden Pop-Punks gemacht hatte, wurde es ruhig um Frontmann Ott, wobei daran wohl diverse persönliche Probleme schuld waren. Mit der vor ein paar Monaten ebenfalls auf dem Hopeless-Unterlabel SubCity erschienenen EP, sowie diesem neuen Album, meldet sich Ott jetzt zurück, mit einem Album, dessen Erlös wie bei allen SubCity-Releases gespendet wird. In diesem Fall geht das Geld an Prison Radio in San Francisco, einer Organisation, die Gefangenen in den USA Gehör verschafft und sich unter anderem auch um den zum Tode verurteilten Journalisten Mumia Abu-Jamal kümmert. Was nun „Survivor“ anbelangt – ein von Ott wohl durchaus autobiographisch gewählter Titel –, so gibt’s hier den gewohnt rauen, vom manchmal etwas pathetisch klingenden Gesang dominierten Punkrock, der auf jeden Fall ziemlich eigenständig und textlich sehr engagiert ist. Eine jener Platten, die mit jedem Hördurchgang mehr gewinnen, die aber doch nicht jedermanns Sache sein werden.