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KAAK

Schrei doch

KAAK aus Hannover definieren den Begriff DIY für sich neu. Statt „nur“ ein Album selbst zu produzieren, nehmen sie sich vor, jeden Monat einen Song inklusive Video zu veröffentlichen. Die Band – bestehend aus Leon, Markus, Tobias und Simon – rangiert irgendwo zwischen den großen Gesten des Anfang der Nuller Jahre heimlich zu Grabe getragenen Alternative Rock und emotionsgeladenem Post-Hardcore. Die Sprache von Sänger, Texter und Gitarrist Leon erscheint simpel. Nach mehreren Durchläufen und mit der visuellen Übersetzung im Rücken, entpuppt sich vieles als tiefgründiger. Mainstream sind hier nur die schnellklebenden Refrains und die Tatsache, dass KAAK nie ganz garstig werden. Das Cover ziert ein Kunstwerk von Hoertinger, damit schlagen KAAK eine Brücke zu ihrem Konzept. Es geht um die eigene Inszenierung, den daraus resultierenden Selbstekel und den schäbigen Anteil an einem (sich weiter ausbreitenden) Umfeld, bestehend aus hohlen Phrasen und wertlosem Blabla. KAAK sind Selbermachen im besten Sinne, getrieben von den richtigen Motiven.