Der Ox-Rückblick Teil 3 :: ox-fanzine.de

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Story

Der Ox-Rückblick Teil 3

Ox #50

März – Mai 2003 | 164 Seiten
Neben der 50. Ausgabe werden noch 15 Jahre Existenz des Ox gefeiert. Wer nachrechnet, wird merken, dass das nicht so ganz stimmen kann, wenn wir jetzt von zwanzig Jahren sprechen. Joachim aber setzte die Geburtsstunde des Ox’ damals einfach mit dem Zeitpunkt der ersten Ideen über ein eigenes Heft gleich und nicht mit dem wirklichen Erscheinen ein halbes Jahr später und schon stimmt das. Merke: My game, my rules ... Ein 16-Seiten-Special ist uns das Jubiläum wert; damit die ganzen Texte (von uns, den Lesern, Freunden und Partnern) da rein passen, ziehen wir teilweise die Schriftgröße so gnadenlos runter, dass wohl nur wenige Menschen sich die ellenlangen Listen komplett durchgelesen haben werden. Soll nicht wieder vorkommen, haha. Ein Buch haben wir auch gemacht, eben „Ox – Das Buch“ (in Anlehnung an die ganzen „Oi! The irgendwas“-Sampler), darin eine hübsche Auswahl älterer Interviews im Originallayout. 800 Stück gab es davon, sind seit Jahren alle weg. Auf Seite zehn verlosen wir fünfzig Umhängetaschen mit edel gesticktem Ox-Logo samt Füllung aus zig CDs, LPs, Shirts und anderem Kram. Dass sich diverse Zuschriften der Leser weniger mit der Tasche als mit der Dame, die diese für das Foto auf der Seite trug, beschäftigten, zeigt wieder mal, dass auch unsere „Szene“ nur eine kleinere Ausgabe der normalen Gesellschaft ist. Abseits der Feierlichkeiten haben wir noch ein kleines Special zum Thema „Punkrock im Radio“ im Heft, zudem den „endgültigen“ Abschied der NEW BOMB TURKS, die LOST SOUNDS (da war Jay Reatard noch nicht cool genug für die hippe Trend-Presse), SUICIDE, zum ersten Mal die BRIEFS sowie zig kleine Anzeigen, die darauf hinweisen, dass wir jetzt via Soundflat Converse-Chucks verkaufen. Kurz darauf wurde deren Einkaufspreis immer höher, im Gegenzug gab es sie in jeder Drogerie zu kaufen, also nahmen wir sie wieder aus dem Programm. Außerdem: Alternative Tentacles und Jade Tree schalten noch Anzeigen, letztere sind heute ja so gut wie weg vom Fenster.
 

Ox #51

Juni – August 2003 | 164 Seiten
Immer noch eines meiner liebsten Ox-Titelbilder: Die TURBO AC’S in wunderbarer Pose, geknipst übrigens nicht in New York, sondern auf einem Kölner Hinterhof, vor ihrem Auftritt auf der Ox-Jubiläumsparty. Joachim spricht mit Poison Ivy von den CRAMPS – deren Sänger (und Ivys Ehemann) Lux Interior ja im Februar verstarb – und dem TOTEN HOSEN-Schlagzeuger Vom Ritchie, der unfassbare Geschichten erzählt, die uns später von Hosen-Fans als Verunglimpfung vorgeworfen werden. Mädels, da kennt ihr euren Vom aber schlecht, das ist alles wahr. Außerdem: die wiederauferstandenen FEEDERZ, von denen man danach nie wieder was hört, die ebenfalls seitdem nicht sonderlich aktiven EXPLOITED, die res-erected TURBONEGRO, der Regisseur Joe Dante, TREND, eine GUN CLUB-History, ANTHRAX, MASTODON, Sub Pop Records, CAVE IN, MARS VOLTA, BOY SETS FIRE, furchtbar schlampig gelayoutete Review-Seiten und Labels wie Kung Fu Records, Day After oder Go-Kart sind noch richtig aktiv. Ein Thema in diesem Heft sowohl in Interviews als auch in den Kolumnen und Leserbriefen: der damals eben gestartete Irakkrieg.
 

Ox #52

September – November 2003 | 164 Seiten
Huch! Farbseiten! Jedenfalls ein paar. Das wird noch dazu führen, dass in jeder Besprechung, die wir seitdem im Trust bekommen, das Ox als zu bunt kritisiert wird. Damals sind die farbig gedruckten Bögen noch bis zum Produktionsschluss abhängig von den Anzeigenkunden: buchen diese in Farbe, machen wir mehr Farbseiten. Ein großer Spaß, wenn man kurz vorm Schluss noch mal die gesamte Heftaufteilung umwirft, weil geplante Farbbögen doch nicht stattfinden oder anders herum. Auf dem Titelbild TOMAHAWK, die mit den MELVINS unterwegs sind, was zu einer Art „Doppel-Interview“ führt, jedenfalls gaukelt das Layout einem das vor. In den Leserbriefen gibt’s Schelte für Joachims „Scandinavian Leather“-Besprechung (wo sind eigentlich all die Leserbrief-Schreiber geblieben?). die BAD BRAINS kommen wieder nicht ohne spirituelles Blabla aus, Lou Barlow hält eine DINOSAUR JR-Reunion für nicht machbar, unser Comic-Zeichner Piwi taucht zum ersten Mal mit einem DÄLEK-Comic auf (die werden auch erstmals interviewt), YOUTH OF TODAY sind kurzeitig wieder da, ebenso T.S.O.L., wir führen die Punkrock-Homestory „Meine liebste Punkplatte“ und „Wie ich Punk wurde“ ein, lassen das Blind Date wieder aufleben und werden vermehrt mit der Problematik konfrontiert, dass es Rezensionsmaterial zum Teil nur noch mit digitalem Wasserzeichen versehen gibt.
 

Ox #53

Dezember 2003 – Februar 2004 | 164 Seiten
Meine erste Titelstory! Na ja, das Interview mit MUFF POTTER führten Joachim und ich zusammen, aber dennoch. Damals stehen die Jungs noch auf der Schwelle zu ihrem heutigen Status und wurden von den Blättern, die sie heute hofieren, bestenfalls zur Kenntnis genommen. Viel wichtiger aber: das neue Layout. Wobei es eher eine Art „facelifting“ des Alten ist und, ganz ehrlich: was hat uns da geritten, diese Schrift für Rubriken- und Interviewtitel zu wählen? Die ist unpraktisch, passt sich kein Stück an das restliche Layout an und ist einfach hässlich. Und diese abgerundeten Ecken bei den Fotos ... Ansonsten: ein Johnny Cash-Nachruf (sowie ein gehörig verspäteter zu Joe Strummer), RADIO BIRDMAN, die doch tatsächlich in Solingen spielten, Damaged Goods Records, XTC, PENNYWISE, THE WEAKERTHANS, RANCID, ein mehrseitiges Special zum Thema Tourbooking, Tom Tonk veröffentlicht sein erstes Buch, Andreas Michalke steuert ab sofort einen Comic bei, Thomas Kerpen versieht seinen Artikel über Bob Flanagan mit diversen Pimmel-Bildern, die Mailorder-Seite ist verschwunden und Tom van Laaks Kolumne bekommt ihren heutigen Titel „Aus dem Tagebuch eines Gewinners“ und wächst langsam zu der Dimension an, die sie heute noch hat.
 

Ox #54

März – Mai 2004 | 156 Seiten
Wir beleben den Ox-Shop als Mini-Mailorder auf unserer Webseite neu und lassen ihn kurz darauf wieder entschlafen – zu viel Arbeit, zu wenig Zeit. Dass das Heft acht Seiten dünner ist als die Vorgänger merkt man angesichts der Fülle von Inhalt kaum: DESCENDENTS, PANSY DIVISION, UNSANE, BOSS MARTIANS, Rocko Schamoni, THE UNDERTONES, JFA, CHEFDENKER, SLAPSHOT, ANIMAL COLLECTIVE, TERRORGRUPPE, SUICIDAL TENDENCIES sowie der zweite Teil des Booking-Specials, Außerdem führt Bernd Fischer seinen Kolumnen-Comic ein, das Layout wurde etwas korrigiert und auf den immer noch wenigen Farbseiten fällt mir eine Anzeige von makeit-online.de auf; das heißt, dass irgendwann 2003 unsere Webseite ihren Relaunch hatte. Nur wann genau? Und wie sah die davor aus? Rolf ist jedenfalls auch heute noch unser Webmaster. Das hübsche Titelbild hat Stefan von Stardumb Records für uns gezeichnet – gibt’s das Label eigentlich noch?
 

Ox #55

Juni – August 2004 | 164 Seiten
Geldgeiler Priester und Mördernonnen mit zu knapper Oberbekleidung = BAD RELIGION. Das Titelbild jetzt verstanden? Gut. Auf Seite 7 ein kleines Interview mit den Machern von turnitdown.de. Ja genau die, die uns Jahre später zu Halb-Nazis erklären wollten (später mehr dazu). Zwei Mal umblättern und, gähn, wieder mal meinen ein paar Jungchristen uns ob unserer Ablehnung ihres Glaubenskonstrukts anheulen zu müssen. Allein deswegen müssen unbedingt wieder Leserbriefe abgedruckt werden, das macht Spaß! Nicht zum ersten Mal im Heft: die BOXHAMSTERS. Aber wenn die nur alle Jahre mal eine Platte machen, dann muss das auch sein. Brett Gurewitz von eben BAD RELIGION gibt zu, dass er nicht jede Platte mag, die er auf Epitaph veröffentlicht hat. Da wäre es doch interessant zu hören, wie er fünf Jahre später denkt, nach all den unglaublich hochwertigen und langlebigen Bands, denen er mit seinem Label eine Plattform gegeben hat, hehe. Und sonst noch auf mehr Farbseiten denn je: SLIME. ROCKET FROM THE TOMBS, TURBOSTAAT, MISSION OF BURMA, D.O.A., THE MONSTERS, CONVERGE, MANDO DIAO und ein Finnland-Special. Und: diese, vorhin erwähnte, komische Schrift ist, nach nur zwei Ausgaben, wieder weg. Besser ist das.
 

Ox #56

September – November 2004 | 164 Seiten
Eine EA80-Platte als Titelbild? Warum nicht? Wobei. ähem, dem Kenner könnte anhand der Plattenrillen auffallen, dass die verwendete Vorlage nicht „Vorsicht Schreie“ war. Dämlich aber, eine Band als „Titelhelden“ anzupreisen, während im Artikel der Bandname nie ausgeschrieben auftaucht, was Kalle Stilles Hommage an die Band war, die sich selbst nie in den Vordergrund stellt. Fat Mikes Punkvoter-Aktion hatte bekanntlich keinen wirklichen Erfolg, außer dass er PROPAGANDHI losgeworden ist. Casis „Gierig & Schmierig“-Rubrik ist dieses Mal eine hundertprozentig wahre und auf keinen Fall bloß ausgedachte Pornostory, bei der ich mich heute noch wundere, dass wir deswegen keinen Ärger bekommen haben. Bei den Reviews versuchen wir uns an dem kurzzeitigen Experiment, „besondere“ Platten mittels grauer Hinterlegung etwas aus der Masse hervorzuholen. Die spätere „Top Of The Ox“-Rubrik war da sicher die besssere Idee. Und dann noch DIE HUNNS mit einem (vorübergehend) nüchternen Duane Peters, Ipecac Recordings, RADIO 4, DANZIG, SOLEA, SPERMBIRDS, BELLRAYS, T(I)NC, ADOLESCENTS, POISON IDEA sowie Artikel über Nico und Penelope Houston (THE AVENGERS) und Punk-Graffiti. Auffallend ist die Zahl der Bands, die entweder später „groß“ werden oder für immer in der Versenkung verschwinden sollten.
 

Ox #57

November 2004 – Januar 2005 | 148 Seiten
Oh ja, daran erinnere ich mich noch sehr gut: das war das erste Heft, mit der wir (schrittweise innerhalb drei Ausgaben) zum zweimonatlichen Erscheinen gewechselt sind, während wir nebenher das dritte Ox-Kochbuch beendet und veröffentlicht, das Ox-Büro vom Keller in Joachims und Uschis ehemaliges Schlafzimmer verlegt und ein neues Layout entwickelt haben, dass aber hier noch nicht zum Einsatz kam. Dass wir die Seitenzahl dafür etwas verringert haben, konnte die Blässe unserer Gesichter und die dicker werdenden Augenringe dann auch nicht verhindern. Das Titelbild ziert ein wunderschön von Andreas Michalke gezeichneter Mike Ness, dazu natürlich das Interview mit SOCIAL DISTORTION und, ebenfalls von Michalke, ein SxDx-Comic. Der Irakkrieg ist immer noch ein Thema, wie man im GREEN DAY-Interview lesen kann – support our troops, blahblah – , TSOOL werden wohl auf immer unter der fragwürdigen Veröffentlichungspolitik ihres Labels leiden (wenn überhaupt, erscheinen ihre grandiosen Platten mit jahrelanger Verspätung außerhalb Schwedens), Jello Biafra erklärt uns mal wieder die Welt und Carsten Hanke bricht mit HEAVEN SHALL BURN und CATARACT ganz offen eine Lanze für den Metalcore. Den gab es bei uns zwar auch schon vorher im Heft, ich habe aber das Gefühl, dass das danach erst so richtig ausbrach. Außerdem: Gibby Haynes (BUTTHOLE SURFERS), Holly Golightly, DEAD MOON, HOT WATER MUSIC, BROILERS, ISIS und die unsäglichen LIBERTINES. Neu dabei als Kolumnist: Lindsay Hutton, den wir auf dem Punk-Kongress kennen gelernt haben und der einer der dienstältesten europäischen Fanziner ist. Von diesem Kongress gibt es von mir zudem einen Erfahrungsbericht. Auch heute noch unvergesslich ist das Essen beim Italiener mit Malcolm McLaren. Und sei es nur, weil Thomas Kerpen mich gerne daran erinnert, dass ich dessen Namen ständig falsch geschrieben habe.
 

Ox #58

Februar/März 2005 | 132 Seiten
Ein neues Layout mit radikalen Änderungen, das sich, mit Anpassungen, lange halten sollte. Ein optischer Schritt hin zu mehr „Magazin“, inhaltlich aber ändert sich nichts. Das Malcolm McLaren-Interview erklärt das an die SEX PISTOLS angelehnte Titelbild, mit dem ebenfalls interviewten Cheetah Chrome ist ein weiterer Punk-Kongress-Teilhaber im Heft und die Reviews sehen beinahe schon so aus, wie jetzt auch noch. Und sonst? 7 SECONDS, OMA HANS, Burning Heart Records (die heute nur noch unter „ferner liefen“ agieren), DETROIT COBRAS, STEAKKNIFE, SLAYER, THE FALL, THE HIVES, STATISTICS (was ist aus denen eigentlich geworden?).
 

Ox #59

April/Mai 2005 | 132 Seiten
Lange her, dass das Titelbild in keinem Zusammenhang zum Heftinhalt steht, die Rasierer-Kopf-Montage gefällt mir aber immer noch gut. Das Layout wurde nochmals etwas umgewandelt, man sieht eben oftmals erst am fertigen Heft, was funktioniert und was nicht. Bei den News kündigt sich die DINOSAUR JR-Reunion schon dezent an, Billy Childish liefert das Quasi-Titel-Interview, die TURBO AC’S sind zurück, das Interview mit Mark Perry ist die letzte Aufarbeitung in Sachen Punk-Kongress (ja, der gab einiges her in Sachen Musikhistorie) und wir fangen Streit mit den SMUT PEDDLERS an, weil wir das Interview mit denen nicht drucken wollen. Wie ich schon sagte: our game, our rules und da haben dümmste homophobe und patriotische Null-Hirn-Redneck-Aussagen eben keinen Platz. Unser persönlicher Höhepunkt dieser zu dem Zeitpunkt nervenden „conservative punk“-Kacke. Dazu noch die FLAMING STARS, NAPALM DEATH, Roger Miret, ABWÄRTS, MILLENCOLIN, GANG OF FOUR, COMEBACK KID, FIRE IN THE ATTIC und der heutige Ox-Schreiber Christoph Parkinson mit seinem damaligen Großmaul-Heft Furious Clarity.
 

Ox #60

Juni/Juli 2005 | 140 Seiten
Das TURBONEGRO-„Walk of fame“-Titelbild sehe ich als Ehrung ihrer Großtaten in den späten Neunzigern, denn mal ehrlich: für die miesen Alben nach der Reunion haben sie das nicht verdient. Wir starten zusammen mit der Bookingagentur Weird World die „Ox – Die Party“-Konzertreihe, die aber nach ein paar Monaten so plötzlich wieder einschläft, wie sie aufgetaucht ist. Schon jetzt weg: die Leserbriefe, warum auch immer. Vom Glauben wieder abgekommen müssen die KNIGHTS OF THE NEW CRUSADE sein, oder warum hat man von denen nach ihrem zweiten Album nichts mehr gehört? Und auch um Ian Svenonius und WEIRD WAR ist es heute ruhig geworden. Leider aber nicht um MARS VOLTA, die ollen Canyon-Behauser nerven mich immer noch. Was war noch? THE GENERATORS, THE DWARVES, DEAN DIRG, die HELLACOPTERS im Blind Date, Michalkes Comic erstmals in Farbe und Tom van Laaks „Das große Gigium“ wird immer kleiner. Oh, und da war ja auch die erste Ox-Klassenfahrt: im Heft nur in der Kolumne von Arne Koepke aufgearbeitet, aber so wirklich in Worte fassen lässt sich das auch nicht, was passiert wenn sich ein großer Haufen „erwachsener“ Punkrocker (zum Teil) benimmt wie auf einer Klassenfahrt.
 

Ox #61

August/September 2005 | 140 Seiten
Irgendwie sieht Jello Biafra auf dem Foto unsers Titelbilds aus, als ließe er gerade ordentlich einen fahren. Viel, viel schlimmer aber war der Anblick, als er am Ende des Konzerts in Köln sein Shirt auszog. Ja, ich weiß, innere Werte und so, aber das war nicht schön. Beim Interview mit der Punkrock-Diva wäre ich aber gerne dabei gewesen, ich könnte mir immer noch in den Arsch beißen, dass ich nicht schneller schaltete, als Joachim meinte, er träfe sich jetzt mit Biafra. Ab jetzt erscheint das Ox als Punkrock-Variante der Lustigen Taschenbücher, also zur Hälfte farbig. Und da man mit neuen Sachen gerne spielt, haben wir auch ordentlich Farbe in die Interviews gebracht; im Nachhinein etwas zu viel. Dennoch sahen ALKALINE TRIO, Mike Watt, DROPKICK MURPHYS, Tommy Ramone, SMOKE BLOW, RISE AGAINST, und RAZZIA gut aus bei uns.
 

Ox #62

Oktober/November 2005 | 148 Seiten
So langsam wird das Heft wieder dicker. Mehr Seiten, aber vor allem dickeres Papier als bisher. BROILERS-Sänger Sammy Amara gestaltet uns ein sehr schickes Titelbild, was anderes hätte aber auch nicht zu dem mehrseitigen Special zum Thema „Punk-Mode und Mode-Punks“ gepasst. Casis „Gierig & Schmierig“-Kolumne erscheint nach Integration in die normalen Kolumnen zum letzten Mal, Tom van Laaks „Gigium“ geht endgültig in seiner „Gewinner“-Seite auf und unsere langjährige US-Korrespondentin Jami Wolf verabschiedet sich so langsam. Der denkwürdigste Satz der gesamten Ausgabe kommt von Ex-CRO-MAGS-Mann Harley Flanagan, der da sagt: „Meine bezaubernde Frau ist hetero, ich bin hetero [...] weshalb sollten dann unsere Kinder homosexuell werden?“. Da können NOMEANSNO, NEW MODEL ARMY, MUFF POTTER, AGAINST ME!, Marty Thau, JOY DIVISION, Farin Urlaub, JESU oder MODERN LIFE IS WAR nicht mithalten. Oh, und endlich sind wir auf die großartige Idee gekommen, dass es durchaus Sinn macht, die Ox-Geschmax-Control nicht alphabetisch, sondern nach Durchschnittswertung zu sortieren. Warum gibt man denn auch sonst Punkte? Weitere Neuerung bei den Reviews: die Rubrik „Top Of The Ox“, die zehn besten Platten der Ausgabe, die nach einem unglaublich ausgeklügeltem System ermittelt werden: ich schreibe die Besprechungen, die dafür in Frage kommen, auf einen Zettel, Joachim streicht dann so viele weg, bis zehn übrig bleiben. Das geht noch heute so.
 

Ox #63

Dezember 2005/Januar 2006 | 140 Seiten
Noch ein Special, dieses Mal zum Thema „Vinyl“. Aufs Titelbild haben es aber die BRIEFS geschafft – zu Recht. Eine der wenigen Punkrock-Bands der letzten Jahre, über die beinahe jeder gesprochen hat und das sogar noch heute tut. Auch dabei: NO USE FOR A NAME, MINISTRY, GOGOL BORDELLO, Relapse Records, PROPAGANDHI und die Rote Gourmet Fraktion. Und sonst? Wir haben eine neue Website, an der wir uns erst drei Jahre später satt gesehen haben werden, ein paar Leserbriefe sind doch noch aufgetaucht, die „Jugendsünden“ werden eingeführt und im Impressum taucht als Praktikant ein gewisser Thomas Renz auf, den wir danach auch nicht mehr loswerden sollten. Da es beim Ox aber schon recht voll ist, bekommt er von Joachim Ende 2006 sein eigenes Heft. Er wird es Fuze Magazine nennen.
 

Ox #64

Februar/März 2006 | 140 Seiten
Oh, anscheinend hat der Relaunch der Ox-Website doch erst Ende Januar 2006 stattgefunden, Sachen gibt’s. Das Titelbild ziert eine Zeichnung des Künstlers Lars Henkel, eine Art postmoderne Interpretation der drei heiligen Könige. Neu im Heft: der regelmäßige „politische“ Artikel von Michael Klarmann. Auffallend die vielen Fotos der „Männer mit der Gitarre“: Alec Empire, Jack Endino, Mike Park, BOYSETSFIRE. Außerdem mit dabei: DANKO JONES, Penny Rimbaud, THRICE, THE CLASH und COMEBACK KID. Eine unspektakuläre Ausgabe? Ja, vielleicht. Dafür haben wir den Preis moderat auf 4,50 Euro angehoben. Ähem.
 

Ox #65

April/Mai 2006 | 148 Seiten
Golf spielen, das Kind auf Privatschulen schicken, ab und an mal eine Platte machen und in Europa nur seltene Konzerte, meist im Rahmen beschissener Festivals, geben: als Belohnung kommen Fat Mike und die anderen drei NOFXe aufs Ox-Cover. Bei den News werden die kommenden Radio Blast-Veröffentlichungen angepriesen; waren auch so ziemlich die letzten, die auf Tom van Laaks Label erschienen, sein Tagebuch füllt sich auch so. Aktuell damals: die Machenschaften der Stuttgarter Staatsanwaltschaft, die den Nix Gut-Mailorder wegen „Verbreitung verfassungsfeindlicher Symbole“ platt machen wollte. Ohne Erfolg. Ebenso lang dabei wie NOFX sind SICK OF IT ALL, die eigentlich auch mal aufs Titelbild könnten, gerade weil sie in Ox-Frühzeiten zum verhassten „Bollocore“ gezählt worden, jetzt aber eine Konsens-Band sind. Noch lieber aber wäre mir Penelope Houston, die, obwohl musikalisch mit ihrer Solokarriere längst viel weiter, mit den AVENGERS nach Europa kommt. Umwerfend sieht sie nämlich immer noch aus. Und schon wieder ein Special: es geht um Punkmovies, also Filme mit oder über Punks. Auch im Heft: GOOD CLEAN FUN, Garry Bushell, THE EDITORS, SEPULTURA, THE EX, ANTI-FLAG und ein wunderbarer Anti-Skinhead-Comic von unserem Michalke.
 

Ox #66

Juni/Juli 2006 | 140 Seiten
Den dummen Witz mit der „666“ als Ausgabennummer konnten wir uns nicht verkneifen, das Cover ziert passend die „mano cornuto“, gezeichnet vom alten Ox-Intimus Fritte. Sehr passend dazu sind auch wieder die Garagen-Christen THE KNIGHTS OF THE NEW CRUSADE im Heft. Und der Religionsbezug geht weiter: THE BLACK HEART PROCESSION, THE NEW CHRISTS, Voodoo Rhythm Records (Reverend Beat-Man, verstanden?). Außerdem: SAVES THE DAY, IGNITE, SOME GIRLS, DRITTE WAHL, THE DAMNED und der zweite Teil des Punkmovie-Specials. Und es fallen kleine Layoutänderungen ins Auge; ein Vorbote?
 

Ox #67

August/September 2006 | 140 Seiten
Eine wunderbare Pose des NEW YORK DOLLS-Frontmanns David Johansen als Titelfoto, die Proto-Punks feiern damals ihr Platten-Comeback. Lange nicht so alt, auch wenn es einem vielleicht so vorkommt, sind die FEHLFARBEN: Peter Hein führt uns durch seine Plattensammlung. Die BUZZCOCKS dagegen sind wiederum älter und klingen jetzt auch so, dennoch darf man sie interviewen. Genau so wie einen Victor Griffin von PLACE OF SKULLS, einem Born-Again-Christen, der aber fantastische Musik macht. Die Ox-Leser sind mündig genug, zu erkennen, dass der Mann viel Müll absondert. Weiterhin: Greg Graffin, Touch And Go Records, GOOD RIDDANCE, AFI, Monotreme Records, REPORT SUSPICIOUS ACTIVITY, CHARLES DE GOAL, THE CHURCH, HAMMERHEAD und der dritte Punkmovies-Teil. Und: wir haben mal wieder eine Leserumfrage gestartet, die das Ergebnis liefert, dass eigentlich alle Leser so ziemlich zufrieden mit dem Ox sind. Danke! Der erste Preis für das hässlichste Bandfoto der Ausgabe geht an AGAINST ME!: Vierauge mit Topfschnitt und Vollbart – uargh! Auf Seite 40 die Anzeige von „Hatecore“, die noch unsäglichen Ärger bringen und sich im Endeffekt als Sturm im Wasserglas entpuppen sollte. Zum letzten Mal im Ox: Antek Pistole mit seiner langjährigen „Zen“-Kolumne, die ich gerne las, aber nie so wirklich verstand.
 

Ox #68

Oktober/November 2006 | 140 Seiten
Im Heft selbst nur eine P.S.-Meldung unter Joachims Kolumne wert, in echt aber ein monatelanger Pickel am Arsch: die „Hatecore“-Anzeige von einem gewissen David Kornowski. Was haben wir uns alles anhören müssen: Nazis! Nazi-Unterstützer! Nazi-Reinwäscher! Ganz kurz: der irgendwann wirklich in Fascho-Kreisen agierende, dies aber nie realisieren wollende Kornowski, ändert seine Ideologie und versucht, als Besitzer der Marke „Hatecore“, diese von den Nazis weg- und wieder in „unsere“ Szene zurück zu bringen. Wir wollen ihm dabei helfen und erhalten neben Lob auch viel Schimpfe. Das Ende vom Lied: von Hatecore spricht heute kein Schwein mehr und mir ist der letzte Glauben in eine funktionierende Szene genommen. Diese beschissenen „Volksfront von Judäa“-Spielchen bitte in Zukunft ohne uns! Das von Tara McPherson gezeichnte Titelbild hängt noch immer eingerahmt im Ox-Büro, wenigen Covern wurde diese Ehre zuteil. Wobei NOMEANSNO mit diesen „Schleck dich nicht“-Hundetrichtern auch nett gewesen wären; dafür bekommen sie aber ein langes Interview. HOT WATER MUSIC galten damals noch „on hiatus“, die Nachfolger THE DRAFT sind aber wohl jetzt diejenigen, die eine Pause machen. Noch dabei: SAMIAM, THE BELLRAYS, THE THERMALS, Roger Miret, THE BRONX, DIGITAL LEATHER, MISSION OF BURMA, LEMONHEADS, SHELTER, Bela B. und Steven Blush zu „American Hardcore“.
 

Ox #69

Dezember 2006/Januar 2007 | 140 Seiten
Parallel zur ersten Ausgabe unseres Kleinen-Bruder-Heftes Fuze entstanden, hat Alex Gräbeldinger fürs Titelbild eine hübsche Collage aus Bildern des Fotografen Ed Colver gefummelt, den wir im „American Hardcore“-Kontext interviewen. Die Geschichtsforschung geht weiter: MILLIONS OF DEAD COPS, Jade Tree Records, OHL, COUNTRY TEASERS, Mick Harvey, TEXAS IS THE REASON, THE MONKS. Außerdem: FLESHIES, MOGWAI, STRIKE ANYWHERE, BORN FROM PAIN und (mal wieder) THE TURBO AC’S.
 

Ox #70

Februar/März 2007 | 132 Seiten
Und da hat es Mr. Billy „ein Album alle zwei Monate“ Childish doch noch aufs Ox-Cover geschafft, mitsamt seines Militärfetischs. Nie die Ehre hatten DEAD MOON, die sich zudem nach zwanzig Jahren Existenz kurz nach dem Ox-Interview auflösen – um etwas später in gleicher Besetzung unter anderem Namen die selbe Musik zu machen, wie bisher auch. Hm. Wohl für immer getrennt bleiben dagegen NEUROTIC ARSEHOLES, anlässlich der Wiederveröffentlichung ihres Gesamtwerks nimmt sich Ox-Schreiber Stephan „Zahni“ Müller aber die Zeit für einen Rückblick über seine ehemalige Band. Der Höhepunkt der Ausgabe ist aber ganz sicher unser Special zum Thema „Essen“; mit einem „leckeren“ Hintergrundbericht übers Fleischfressen und natürlich vegetarischer und veganer Ernährung im Blickpunkt – die unter anderem mit MAROON, foodwatch, und M.A.D.-Marc geführten Interviews sind unterhaltsam und undogmatisch aufklärend. Und: NAPALM DEATH, ASTA KASK, CONVERGE, Mike Patton, PAINT IT BLACK, THE SHINS, NO TURNING BACK, Dave Lombardo, SUPERCHARGER. Jan Eckhoffs Artikel über den „Ruhrpott Bollo Squad“ kann ich aber selbst heute nicht nachvollziehen: was sind das für Typen und was für eine Berechtigung haben die?
 

Ox #71

April/Mai 2007 | 148 Seiten
Es lässt sich nicht abstellen: jedes Mal, wenn ich Ox #71 sehe, fällt mir Herr von Bödefeld, der nervige Nachbar aus der Sesamstraße, ein. Da ist aber auch eine gravierende Ähnlichkeit zu J. Mascis, der mit den reanimierten DINOSAUR JR das Titelbild ziert. Ein wunderbares Foto, mehr Anti-Rockstar geht kaum: Murph sieht aus, als hätte man ihn gerade in den Büschen bei etwas erwischt, was er da nicht tun soll, Lou Barlow hat eine wunderbare „Ya talkin’ to me?“-Mimik und J. Mascis scheint selbst nicht ganz zu wissen, wer ihn da abgestellt hat. Noch mehr Reunion-Interviews gibt’s mit THE STOOGES, THE POINTED STICKS, CELTIC FROST, SUBHUMANS, SEVEN SIOUX und den MARIONETZ. Außerdem noch BEATSTEAKS, THE HOLD STEADY, THE LOCUST, John Joseph, FUCKED UP, THE HIDDEN HAND, THE VAGEENAS, POISON THE WELL, ME FIRST & THE GIMME GIMMES. Neu: die „Various Artists“-Seiten, die aber noch nicht so heißen: Kleinkram und unterhaltsamer Gossip als Teil der News-Rubrik. Interessant zu lesen, ein Horror, die zu layouten. Und wir haben doch tatsächlich den Sprung in die Jetztzeit mit dem dämlichen Begriff Web 2.0 geschafft. Wie sehr uns unser MySpace-Account am Herzen liegt, sieht man ständig an dessen Layout und Aktualität. Ich frage mich jedenfalls, wie Millionen Menschen Spaß an einem „social network“ haben können, dessen Bedienung ungefähr so komfortabel ist, als würde ich versuchen, mich selbst am Arsch zu lecken. Dann lieber wieder ftp und newsgroups. Fahr zur Hölle, Murdoch, und nimm deinen Dreck mit.
 

Ox #72

Juni/Juli 2007 | 140 Seiten
Die wohl massivsten Änderungen seit langer, langer Zeit: Sabine Ahrens hat für und mit uns ein neues Layout entwickelt, das mit ganz leichten Änderungen bis heute Bestand hat und dem Vorläufer ordentlich in den Arsch tritt, es gibt ein paar neue Rubriken, das Heft bekommt eine ordentlichere und sinnvollere Struktur und wir haben das Ox-Logo neu gestaltet. Und auch wenn letzteres nicht überall Anerkennung fand, war das Feedback zum „neuen“ Ox überwiegend positiv. Irgendwas machen wir also doch richtig. Die „Titelhelden“ des doch radikal geänderten Covers sind NEUROSIS, die gerade einen zweiten Frühling erleben. Außerdem: MUFF POTTER, SPARTA, EDITORS, I WALK THE LINE, TURBONEGRO, FEHLFARBEN, BUBONIX, BILLY NO-TALENT, GANG GREEN/JERRY’S KIDS und ein Special zu Punk in der DDR. Da stellen sich die Haare auf, wenn einem mal wieder die Auswüchse dieses Systems vor Augen geführt werden. Piss auf dem Scheißsystem, um es mit KNOCHENFABRIK auszudrücken. Und wir erfinden das „Ox-Schreiberband-Festival“: Bands, bei denen Ox-Autoren mitspielen, treten zusammen auf und stellen sich dem Lob (oder dem Spott) derjenigen, deren Platten sie sonst auseinandernehmen.
 

Ox #73

August/September 2007 | 140 Seiten
Ich hab’s ja nicht so mit AGAINST ME!, aber das Titelfoto, wie die Jungs eine Wand ansehen, ist dennoch hübsch. EA80 dagegen mag ich, BAD RELIGION nach „Against The Grain“ nicht mehr, PORTUGAL. THE MAN könnten mir nicht egaler sein, TURBOSTAAT sind toll, SOCIAL DISTORTION immer wieder eine Offenbarung, AGENT ORANGE muss man mögen, KOMMANDO SONNE-NMILCH sind Jensen sind gut, ABWÄRTS Deutschpunk-Elektro, den ich nicht brauche, Steve Albini trotz großartiger musikalischer Leistung auch ein überschätzter Produzent, der Geld verdienen muss, Chuck Ragan ohne HOT WATER MUSIC ein weiter Klampfenkasper, Alicja Trout und Jay Reatard Genies (erstere zudem schön anzusehen), die englischen SUBHUMANS ohne Zweifel ein Klassiker, Julien Temple ein Filmemacher, Manuel Andrack als Nachfolger von Herbert Feuerstein das, was einen ach so provokanten Harald Schmidt erträglich machte, SUICIDAL TENDENCIES ein Schatten vergangener Tage, SONIC YOUTH unantastbar und INFERNO ein wichtiges Stück deutscher Hardcore-Geschichte. Traurig: das wahrscheinlich letzte Interview mit Mike Just von Starving Missile Records. Neu: das Ox-Sportstudio, denn es gibt tatsächlich Menschen da draußen, denen es Spaß macht, ihren Körper abseits von Nikotin, Koffein, Alkohol und Arbeit zu schinden. Bitte sehr, ich bleibe bei den eben genannten Aktivitäten. Aber das ist alles nur meine Meinung.
 

Ox #74

Oktober/November 2007 | 148 Seiten
Al Barr von den DROPKICK MURPHYS macht auf dem Titelbild den Jello Biafra, soll heißen, er nimmt eine ähnliche „Aufgepasst! Ich furz’ jetzt alles weg“-Pose ein wie dieser auf Ox #61. Biafra aber würde sich selbst nicht als Patrioten bezeichnen, seine Meinung über die im Irak agierenden US-Soldaten wäre wohl eine andere als die Barrs. Mörder Soldaten sind, um es mit dem weisen Jedimeister Yoda zu sagen. Oder mit Ozzy Osbourne: No more war pigs ... D.O.A.-Kopf Joey Shithead ist da eher auf Biafras Seite zu finden, bei MADBALL-Freddy bin ich mir nicht sicher. Bei den WEAKERTHANS schon. EINSTÜRZENDE NEUBAUTEN-Vorsteher Blixa „Feuilleton“ Bargeld lässt die Diva raushängen, Mike Bullshit von GO! wäre wohl die Antithese zu CRO-MAGS-Harley weiter oben geäußertem Statement und dass man beim Klamottenkauf besser mal auf Nicht-Ausbeuterware setzt, versuchen wir anhand eines Artikels zu erläutern. Zudem: ESCAPADO, LES SAVY FAV, BEASTS OF BOURBON, SAVAGE REPUBLIC, THE DWARVES, MC5. Oh, und umgezogen sind wir auch noch: Haan-Gruiten heißt jetzt Solingen, sonst ändert sich nix. Merke: falls du als Fanzine-Macher umziehst, sorge dafür, dass deine Lager leer sind, sonst schleppen sich deine Umzugshelfer kaputt. Beim nächsten Mal beherzigen wir das.
 

Ox #75

Dezember 2007/Januar 2008 | 132 Seiten
„Ich hoffe, ihr packt die nicht auch noch aufs Cover“ meint ein hier sicher anonym bleiben wollender Ox-Schreiber auf die regelmäßige E-Mail, die Joachim an unsere Autoren schickt, um sie auf dem Laufenden zu halten, was den Heftinhalt angeht. Oh, doch! Und wir erlauben DIE ÄRZTE, respektive deren Designer, sogar, unser Titelbild nach eigenen Vorstellungen umzugestalten. Die Belohnung: eine goldene Schallplatte, die seitdem auf dem Ox-Klo hängt. Moment, Ox #75? Da wäre doch eine Jubiläumsausgabe fällig, oder? Da aber das 20-jährige kurz vor der Tür steht, vertagen wir das einfach. Clever aber von Joachim, sich später noch daran zu erinnern, dass ich hier den Vorschlag machte, den Rückblick selbst zu schreiben ... Noch mehr DIE ÄRZTE dann im Heft: Michalkes Comic dreht sich um die Berliner, es gibt tatsächlich von jedem Geschmacks-Control-Teilnehmer eine ausführliche Besprechung zu deren Album „Jazz ist anders“ und das Interview wird auf zart türkisem Hintergrund gedruckt. Und sonst? NEW MODEL ARMY, DISTEMPER, PASCOW, SLIME, AGNOSTIC FRONT, JINGO DE LUNCH, THE GASLIGHT ANTHEM, Tim Kerr, STAGE BOTTLES, MAD SIN und unser in Japan als Model Karriere machender Ex-Kolumnist David Schumann.
 

Ox #76

Februar/März 2008 | 132 Seiten
„Warum muss gerade ich die roten Gummistiefel anziehen“ mag sich der eine Kerl von FLOGGING MOLLY gefragt haben, als das Foto auf einer (irischen?) Weide geschossen wurde, das wir als Titelbild auswählen. Zumindest fällt er auf in diesem Grün-in-Grün, das auch einen wunderbaren Hintergrund für das Interview abgibt. Erfolgreich bin ich als Layouter, wenn dir nach dem Lesen farbige Flecken vor den Augen erscheinen. Dass der Laden von Coretex Records in Berlin eine grüne Fassade hat, ist dann aber Zufall. AKIMBO, VOODOO GLOW SKULLS HEAVEN SHALL BURN, NADJA, ENVY, MARITIME, EINSTÜRZENDE NEUBAUTEN (schon wieder?), BUFFALO TOM, RAZORS, DANKO JONES, CANCER PETS, SHAM 69 erscheinen dann optisch etwas farbloser, interessant sind sie dennoch.
 

Ox #77

April/Mai 2008 | 140 Seiten
Harte Männer ganz weich: tätowiert und unrasiert, aber so voller Zuneigung zueinander: SMOKE BLOW knutschen auf unserem Titelbild, da soll noch mal jefraud sagen, Männer könnten seine Gefühle nicht zeigen. Im Editorial spricht Joachim an, was jetzt, ein knappes Jahr später, Normalität geworden ist: die Musikindustrie sucht neue Wege, sich aus der Misere zu ziehen, die sie sich selbst und die „Ich nehme mir was ich will“-Mentalität der ehemaligen Käufer eingebrockt hat, findet aber bis heute keine Lösung. Wir spielen das „du stehst als Journalist unter Generalverdacht“-Spielchen nicht mit, lehnen Watermarked-CDs ab und besprechen keine Platte anhand Onlinestreams. Im Zweifelsfall verzichten wir auf Aktualität, die Überzeugung als Plattensammler und -liebhaber ist uns dafür wichtiger. Aus kommerzieller Sicht eine fatalistische Einstellung, der morgendliche Blick in den Spiegel aber fällt so leichter. Ohne miese Deals im Heft: Lee Hollis, PAINT IT BLACK (der grundsympathische Dan Yemin kennt das Ox!), DONOTS, FIREWATER, KREATOR, THE CUTE LEPERS, MILLENCOLIN, ANTI-FLAG, BLACK LIPS, BAUHAUS,
 

Ox #78

Juni/Juli 2008 | 140 Seiten
Auf dem Cover: die STOOGES, äh, nein, MUDHONEY natürlich. Mit einem schönen Livefoto aus der guten alten Zeit, deswegen auch in schwarz/weiß. Im Interview geht’s dann natürlich auch um die Frühzeit des Grunge vor zwanzig Jahren und um das ebenso lang aktive Label Sub Pop Records. Noch länger gibt es Munster Records, Joachim begab sich fürs Interview sogar bis nach Madrid, was ihm aber nicht schwer gefallen ist. Auch schon ewig dabei ist John „Speedo“ Reis, hier vertreten mit seiner neuen Band THE NIGHT MARCHERS, Keine Existenzrekorde streben dagegen THE HELLACOPTERS an, die hören auf, bevor es langweilig werden könnte (meiner Meinung nach hätten sie das dann aber schon nach „Payin’ The Dues“ machen müssen). Schon länger nicht mehr aktiv sind GOVERNMENT ISSUE, John Stabb kann man aber dennoch mal interviewen. Auch dabei: MOTORPSYCHO, THE OTHER, NO USE FOR A NAME, OIRO, PENNYWISE, und die Country-Christen SLIM CESSNA’S AUTO CLUB. Und wir starten schon wieder eine neue Rubrik: Life is punk: Ox-Schreiber im Porträt. Verdiente Ox-Autoren erzählen aus ihrem bewegten (Szene)-Leben. Den Anfang macht Abel Gebhardt.
 

Ox #79

August/September 2008 | 132 Seiten
Beinahe aus dem Nichts erscheint ein Spanier namens Javier Arregui und zeichnet uns mal eben eines der schönsten Ox-Cover überhaupt. Dabei kennt er sich mit ALKALINE TRIO laut eigener Aussage kaum aus. Insofern ist seine Wahl eines Friedhofs als Hintergrund wohl auch zufällig, von Matt Skibas Mitgliedschaft in der „Church of Satan“ kann er ja nichts gewusst haben. Oder etwa doch? Das Thema „US-Patriotimus“ hatten wir ja erst ein paar Ausgaben zuvor mit Al Barr, sein Vorgänger bei den DROPKICK MURPHYS, Mike McColgan – jetzt bei den STREET DOGS – ist aber ähnlicher Meinung: Patriotismus ist Punkrock. Nun ja ... Außerdem: HOT WATER MUSIC, ISIS, die kurzzeitig reformierten KNOCHENFABRIK, DUB TRIO, Steve Wynn, TV Smith, H2O und der erste Teil eines Beitrags über Tiki-Kultur in Europa. Dieses Mal bei „Life is Punk“: Kalle Stille, ausführlich und ausufernd.
 

Ox #80

Oktober/November 2008 | 132 Seiten
Werde ich alt? Bin ich alt? Jedenfalls muss ich gestehen, dass ich mich bis zu diesem Zeitpunkt nicht mit unserer Titelband RISE AGAINST beschäftigt hatte, das lieber den jüngeren Menschen überließ. Und, um ehrlich zu sein, da hat sich jetzt auch nichts dran geändert. Das Foto aber ist klasse. FUCKED UP, MELVINS, DÄLEK oder THE MOJOMATICS sind da eher mein Fall. Außerdem: BACKYARD BABIES, TREND, THE SONICS(!), THE HAUNTED, RYKER’S, Hollow Skai, SOLEA, PETER & THE TEST TUBE BABIES und ein Madrid-Szenebericht. Und es gibt den zweiten Teil des Ox-Schreiberband-Festivals, auch dieses Mal sind keine Verletzten zu vermelden. „Life is Punk“ in diesem Heft mit Stephan „Zahni“ Müller.
 

Ox #81

Dezember 2008/Januar 2009 | 132 Seiten
Dass lila 2008 als Trendfarbe galt, ist uns Am-liebsten-Schwarz-Trägern natürlich verborgen geblieben, insofern sind wir mit unserem Titelbild wohl out of date. Hübsch geknippst sind THE (INTERNATIONAL) NOISE CONSPIRACY von Daniel Malsch dennoch. Der gesamte Heftinhalt, seien es DIE TOTEN HOSEN, WALTER ELF, HAVE HEART, FARIN URLAUB RACING TEAM, Reverend Beat-Man oder WALLS OF JERICHO, verblasst aber gegen das wohl von keinem, der das Ox seit vielen Jahren liest, jemals vermutete Gipfeltreffen, das hier stattfindet. Joachim fährt nach Homburg, um Moses Arndt, den ehemaligen Herausgeber des Fanzines Zap, zu treffen und zu interviewen. Zur Erläuterung: zwischen dem Ox und dem Zap bestand jahrelang eine von beiden Seiten mit Lust gepflegte Feindschaft, die sich letztendlich nicht nur in verbalen Auseinandersetzungen zeigte. Jetzt aber können die beiden nicht nur im selben Raum anwesend sein, nein, sie unterhalten und verstehen sich sogar. Es geschehen noch Zeichen und Wunder, hier dokumentiert auf knapp vier Seiten. Der Tag, an dem Moses fürs Ox schreibt, kann nun auch nicht mehr weit sein, er wäre ja nicht der erste, der nach jahrelangem Giftspucken die Seiten wechselt, hehe.
 

Ox #82

Februar/März 2008 | 116 Seiten
Beinahe in der Jetztzeit angekommen. Die weltweite Wirtschaftskrise hat letztendlich dazu geführt, dass uns kein Label einen Koffer voller Geld hingestellt und damit das Titelbild gekauft hat, wie es bisher seit Ausgabe 1 der Fall war (selbst die #50 war von einem Hersteller von Lorbeer-Kränzen finanziert worden, für das erste Heft hat die dicke Katze mit Mäusen bezahlt und was uns DIE ÄRZTE für Ox #75 hingeblättert haben, könnt ihr euch gar nicht vorstellen! Noch heute stolpere ich ständig über Geldsäcke, wenn ich im Keller der Ox-Residenz nach den dressierten Affen sehe, die das Heft in Wirklichkeit mit Inhalt füllen). Im Ernst: irgendwie bietet sich nichts an, also haben wir die Idee mit dem Screenshot eines fiktiven Foto-Manager-Programms (natürlich mit Mac OS X als Inspiration). B-Ware gibt’s im Heft natürlich nicht: ... TRAIL OF DEAD, THE GERMS, BLUT + EISEN, GOGOL BORDELLO, DIE GOLDENEN ZITRONEN, HOSTAGES OF AYATOLLAH, BORN FROM PAIN.

André Bohnensack [aus Ox #83, April 2009]

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Auch auf ihrem jüngsten Album "Signed And Sealed In Blood" bleiben sich die DROPKICK MURPHYS treu: Irish-Folk-Punk, Songs über's Trinken, die Folgen übermäßigen Whiskey-Konsums, traditionelle irische Folklore-Lieder, das Kleeblatt und natürlich die ... mehr

 
 

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