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Interviews

HENRY FIAT'S OPEN SORE

Fuckin‘ Weirdos!

Weiß der Teufel, wie das immer funktioniert mit dem Berühmtwerden im Rock‘n‘Roll. Die eine Band spielt mediokren Klischeerock, die andere macht eigenständige und eigenwillige Musik, doch während erstere, nennen wir sie XYZ, offene Türen einrennt, ist letzere, nennen wir sie HENRY FIAT‘S OPEN SORE, auch sieben Jahre nach ihrer Gründung noch ein Geheimtipp. HFOS, wie wir sie der Einfachheit halber abkürzen wollen, fanden sich 1997 in Stockholm zusammen, haben schon reichlich Platten auf den verschiedensten Labels in aller Welt raus, treten immer in Anzug und mit Maske auf.

Warum dies und das so ist, versuchte ich anhand von ein paar Fragen an Sir Henry Fiat zu klären. Warum also so unbekannt, Sir Henry? „Ha, wahrscheinlich liegt‘s daran, dass uns keiner mag. Wer so shitty Musik macht wie wir, hat es eben sehr schwer in die Hitlisten zu kommen.“ Nahe liegend war natürlich auch die Frage nach der Marke des von der Band bevorzugten Transportmittels – italienisch, vier Buchstaben? „Nein, amerikanisch, ein Dodge-Van. Ein Fiat wäre zwar auch nicht schlecht, ist aber zu klein.“ Na dann. Und die Masken? Sind alle in der Band so hässlich, dass sie sich dahinter verstecken müssen? „Nein! Das ist auf keinen Fall der Grund! Wir sehen sehr gut aus, aber wir müssen uns ja in irgendwas von anderen hübschen Jungs wie den BACKSTREET BOYS unterscheiden, vom Sound mal abgesehen.“

Genau, der Sound: Verschiedenste Vergleiche und Beschreibungen musste die Band schon über sich ergehen lassen, doch weder THE DAMNED noch THE DWARVES sind ja als Beleidigung aufzufassen, und trashiger Sound zwischen frühem US-Hardcore und Punkrock-Garage trifft‘s auch ganz gut. Sir Henry: „Das mit THE DAMNED bekommen wir in letzter Zeit häufiger zu hören, früher waren es die DWARVES und die HIVES. Bitteschön, für uns ist das alles okay, wobei die frühen Sachen von THE DAMNED natürlich viel besser sind.“

Die HIVES wurden somit bereits genannt, andere schwedische Bands nicht – wie kommen HFOS mit den Kollegen denn so klar? „Also musikalisch passen wir zu diesen ganzen skandinavischen Rockbands ja überhaupt nicht, und wir haben mit denen auch nichts zu tun. Sowieso sind die meisten skandinavischen Bands scheiße, die versuchen immer nur irgendwen nachzuahmen und das langweilt mich zu Tode. Und danke, dass du das auch gemerkt hast.“ Bitte, gern geschehen. Sollte nach den bisherigen Antworten der Eindruck einer latenten Grundaggressivität entstanden sein, so bestätigen den auch die Texte sowie die Antwort auf meine Frage nach dem Hintergrund von „Heil Hippie“. „Zu allererst: We don‘t like people“, blafft Sir Henry. „Die Leute wollen dir von der Wiege bis zur Bahre immer nur erzählen, was du zu tun und zu lassen hast. Ich bin aber ein sehr schlechter Zuhörer, wenn es darum geht, mich auf den ‚rechten Weg‘ zu bringen, und nach einer gewissen Weile verliere ich einfach die Geduld. Und bei ‚Heil Hippie‘ geht es eben genau um dieses Phänomen.“

Blieb mir nur noch die Frage, was man als Berufsmisantroph so nach Feierabend macht. Henry: „Oh, wir nehmen sehr gerne Alkohol zu uns, und sowieso haben wir alle es nicht so besonders mit dem Arbeiten, von daher ist unsere Freizeit üppig bemessen. Ich persönlich stehe ja auf Computerspiele, besonders ‚Five In A Row‘, das man via Internet mit Leuten in aller Welt spielen kann. Das ist großartig, vor allem für schlechte Verlierer wie mich – ich habe schon zwei Computer und fünf Monitore zu Klump geschlagen ... Doch, das ist ein schönes Hobby, besonders wenn man besoffen ist.“ Ich bin beeindruckt – die Schweden, ein Volk mit Sinn für intelligente Freizeitgestaltung.

Joachim Hiller

Webseite

© by Ox-Fanzine / Ausgabe #55 (Juni/Juli/August 2004)

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