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Interviews

SONIC BEAT EXPLOSION

Psyched out im Osten

Im April 2010 sah ich THE SONIC BEAT EXPLOSION als Opener der SEWERGROOVES im Kölner Sonic Ballroom, wo sie den Hauptact zwar nicht an die Wand spielen konnten, aber durch eine mitreißende Show voller Spielfreude begeisterten. Danach verlor ich die Band aus den Augen, doch angesichts ihres wirklich guten und stark von THE FLAMING SIDEBURNS und THE HELLACOPTERS beeinflussten zweiten Albums „Sister Psychosis“ war es an der Zeit, der Band etwas Aufmerksamkeit zukommen zu lassen.

Martin, stelle die Band kurz vor: Wann, wo und von wem gegründet? Sind heute noch die gleichen Leute dabei?


THE SONIC BEAT EXPLOSION sind Zeze an der Gitarre, Pete an den Drums, Stötzi am Bass, ich bin verantwortlich für Gesang und Gitarre und habe die Band auch im Jahr 2004 ins Leben gerufen. Bis auf unseren Bassisten sind alle von Beginn an dabei.

Im Vergleich zum ersten Album klingen die neuen Aufnahmen wesentlich „internationaler“ – woran liegt’s?

Na ja, man entwickelt sich halt über die Jahre immer weiter und erweitert auch sein Spektrum. Dadurch dass wir aus einem wirklich kleinen Dorf in der tiefsten Zone kommen, hatten wir auch nicht so viele Reibungspunkte mit anderen Musikeinflüssen. Die erste Zeit liefen bei uns im Proberaum wirklich „High Visibility“ und „By The Grace Of God“ von den HELLACOPTERS rauf und runter. Das erste Album von uns würde ich eher als Selbsterfahrung ansehen. Wir sind damals mehr oder weniger ohne Plan zu Paul Smith ins Studio gegangen und hatten uns nicht wirklich Gedanken darüber gemacht, was am Ende herauskommen soll. Dass am Ende die Scheibe über Cargo Records lief, damit hätte keiner von uns gerechnet.

Wie kam es zur Zusammenarbeit mit Jürgen Hendelmeier, der ja durchaus einen Namen hat und euch einen Topsound gebastelt hat?

Wir wussten, dass ein gutes Studio alleine nicht ausreicht, um eine gute Platte zu machen. Wir selbst haben keine Ahnung, an welchem Mischpultregler du drehen musst, damit es gut klingt. Daher haben wir immer geschaut, wer unsere Lieblingsplatten abgemischt hatte. Die FLAMING SIDEBURNS-Alben und BABY WOODROSEs „Money For Soul“ sind einfach top. Und so haben wir Jürgen Hendlmeier einfach mal angeschrieben und ihn gefragt, ob er Bock hätte und was der Spaß kosten würde. Als dann tatsächlich seine Zusage kam, waren wir echt ziemlich überrascht. Die Zusammenarbeit mit ihm lief super.

Euer neues Album lässt ja keinerlei Zweifel an euren Vorbildern. Musikalisch höre ich mehr als einmal die FLAMING SIDEBURNS oder die HELLACOPTERS durchblitzen, während ihr im Artwork mit dem an SONIC’S RENDEZVOUS BAND angelehnten Logo und der Plattenfirma Psycho T Records ja nicht mehr mit dem Zaunpfahl, sondern einem Telefonmast winkt.

Danke! Ich verstehe das für mich als Kompliment. Nein, im Ernst, es ist nun einmal die Mucke, mit der wir aufgewachsen sind, und das steckt einfach in uns drin. Wir wollen das Rad nicht neu erfinden, nur auf unsere Weise interpretieren.

Als ihr als Opener der SEWERGROOVES angekündigt wart, habe ich aufgrund eures Namens eher eine Beat- oder Powerpop-Band erwartet, war dann aber angenehm überrascht.

Freut mich. Vor THE SONIC BEAT EXPLOSION hatten wir für kurze Zeit den Namen HELTER SKELTER – da hättest du wahrscheinlich John Lennon und Charles Manson erwartet, haha. Also nach unserer Umbenennung kamen schon ein paar merkwürdige Aussagen. Aber das ist lange her und mittlerweile kann sich ja jeder im Internet davon überzeugen, welche Musik sich hinter dem Namen verbirgt.

Euer erstes Album ist im Ox nicht wirklich schlecht besprochen worden, aber eine Übersättigung im Genre wurde angemerkt. Hat sich die Situation geändert? Oder reichen die Originale?

Ich finde das immer etwas verwunderlich, denn wenn eine Band nach AC/DC oder MOTÖRHEAD klingt, kräht kein Hahn danach. Aber sobald du ein paar skandinavische Töne durchklingen lässt, wird heftig diskutiert. Derzeit würde ich aber eher sagen, dass wir schon unseren eigenen Stil entwickelt haben oder stetig weiterentwickeln. Man wächst von Song zu Song und von Gig zu Gig. Wir arbeiten schon an neuem Songmaterial und da klingt derzeit nichts nach Skandinavien.

Wie kommt man als junger Bursche, der durch die dunklen Wälder Ostdeutschlands trollt, dazu, High-Energy-Rock spielen zu wollen, anstatt sich – Achtung: Vorurteil – der Ausländerhatz und miesem Rechtsrock zu widmen?

Das frage ich mich auch manchmal ... Nein, dein Vorurteil kann ich zu 100% bestätigen, möchte da aber im Moment nicht weiter drauf eingehen, da wir gerade ein laufendes Gerichtsverfahren gegen so ein paar Drecksfaschobirnen laufen haben. Nur so viel – wir lassen uns nichts gefallen!

Ihr habt schon einige Konzerte mit bekannteren Bands gespielt. Was waren die Highlights und worauf hättet ihr rückblickend lieber verzichtet?

Schwer zu sagen, denn eigentlich finde ich es besser, mit einer befreundeten Band einen feuchtfröhlichen Abend zu verbringen, als mit Dick Dale dann kein einziges Wort zu wechseln. Cool war es in jedem Fall, einmal mit DEAD MOON die Bühne geteilt zu haben.

Guntram Pintgen

Webseite

© by Ox-Fanzine / Ausgabe #103 (August/September 2012)

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BITUME steht für: Deutschsprachiger Punkrock seit Anfang 2000, energiegeladene Konzerte (davon knapp 300), diverse Touren durch viele Länder, mehrere Platten und Singles, 8 Arme, 8 Beine, 3 Gitarren (2mal hoch, 1mal tief) und einer darf hocken und ... mehr

 
 

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