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Interviews & Artikel

BEATSTEAKS

Die Berliner BEATSTEAKS überzeugten mit ihrem neuem Album sowohl Kritiker wie auch Fans, dass solider Punkrock auch in Deutschland entstehen kann, ohne irgendwie in die Asselpunk-Richtung zugehen. Und da sich Epitaph um die fünf Berliner Jungs kümmert, verwundert es nicht, dass sie auch beim diesjährigen "Rock am See"-Festival in Losheim neben so illustren Punkrockhelden wie NOFX, Lag Wagon oder H2O im Zuge der "Deconstruction Tour" auftreten konnten. Höchste Zeit, ihnen ein paar Fragen zu stellen.

48/49 war ja mehr ein Geheimtip und wahrscheinlich wurden auch nicht ganz so viele verkauft. Wie aus dem Nichts landet ihr auf Epitaph und bringt "Launched" raus, das ja mit einem wesentlich ausgereifteren und versierteren Sound daherkommt. Wie habt ihr euch dahin entwickelt?

Ich bin froh, dass wir mit "48/49" so ´ne Art Grundstein gelegt haben für das, was wir jetzt tun. Also wir haben nicht komplett unseren Stil geändert, eigentlich haben wir nur versucht, so viele Einflüsse wie möglich auf uns wirken zu lassen und dann damit zu spielen. Viele Bands ändern wirklich ihren Stil, um erfolgreicher zu sein oder so, und wir sind einfach nur besser geworden, sowohl auf unseren Instrumenten als auch im Songwriting. Es ist ja auch so, auf der ersten Platte hörst du die Band, die gerade zwei Monate zusammen ist, Geld in den Pott schmeißt und sagt "Wir machen jetzt für dreitausend Mark ´ne Platte". Und das war ziemlich cool, das war voll Punkrock, zwölf Tage aufnehmen und mixen. Und dann sind wir sehr viel getourt mit mehr und mehr bekannten Bands. Am Ende hatten wir einen Plattenvertrag und ´nen Drummer, der nicht mehr wollte. Also neuen Drummer gesucht, hart für die neue Platte gearbeitet und ich bin wirklich stolz auf das Ergebnis.

Was ist "eure" Szene in Berlin?

Naja, wir hängen nicht nur mit Punkrockern zusammen, aber es gibt MAD SIN, das ist so eine Rockabilly-Band, grossartig, die BUTLERS, ´ne super Skaband, die TERRORGRUPPE und noch einige andere mehr.

Habt ihr euch mit dem Epitaph-Deal doch auf eine bestimmte Stilrichtung festgelegt oder sagt ihr, es kann alles passieren?

Es kann alles passieren. Das ist bei den BEATSTEAKS so, deine Erwartungen müssen nicht immer stimmen. Für viele Leute ist das verwirrend, aber wir geniessen das sehr, denn wir können die Leute immer wieder überraschen. Ich will auch, dass sich das so entwickelt, dass man zu einer BEATSTEAKS-Show hingeht und sagt, das hab´ ich so noch nicht gesehen oder gehört.

Ihr tourt ja wirklich viel. Was steht denn in nächster Zeit tourmässig an?

Wir haben jetzt zwei Wochen getourt und werden als nächstes zweieinhalb Wochen auf der Vans Warped-Tour mitfahren und Ende des Jahres mit den DONOTS touren. Wir müssen immer ein bisschen koordinieren, was wir tun, denn man darf ja nicht vergessen, dass drei von uns ja noch arbeiten, weil ganz alleine von der Musik kann man auch nicht leben. DIE FANTASTISCHEN VIER können das, aber das ist wirklich schwer, das ist wie als wenn sich einer vornimmt Doktor zu werden, und von zehn es dann doch nur zwei schaffen und dann sind viele neidisch, dass sie das schaffen, es entsteht Neid.

Auch zwischen befreundeten Bands?

Ja, das gibt´s auch, aber das ist normal. Es ist o.k., ich meine jeder träumt doch von diesem Leben, wir haben echt ´ne Menge Kumpels wie THUMB oder die DONOTS und wenn wir unterwegs sind, treffen wir sie und haben einfach ´ne schöne Zeit, das ist einfach geil, mit Bands befreundet zu sein und um die Welt zu touren, das ist das, was wir wollen. Ich meine, man kann das ja nicht ewig einfach nur so aus Jux und Laune machen, das ist ja mein Leben. Ich will dieses Leben. Es geht nicht darum, auf die Bühne zu gehen und den Affen zu machen, sondern es geht darum sich auszudrücken und wenn das vielen Leuten gefällt, dann ist das doch o.k. Wichtig ist aber immer, dass der da oben das fühlt, was er ausdrückt und alles echt ist. Dann geht das vollkommen in Ordnung.

Also sind die Bands, mit denen ihr tourt auch diejenigen mit den ihr gut befreundet seid?

Ja klar. Wenn du mit einer anderen Band auf Tour bist, wird man entweder Freunde oder Todfeinde. Also keine Todfeinde, aber Leute, die man nicht mag. Es ist einfach eine persönliche Sache, so als wenn du mit jemanden zusammenarbeitest, den du nicht leiden kannst. Teilweise bezieht sich das gar nicht auf die Band direkt, sondern auf Personen in der Band, was normal ist. Ich sag da jetzt keine Namen, das finde ich doof, dann denkt jeder "Hey, der hat jetzt die und die Band gedisst", dabei hab´ ich bloss was gegen den verfickten Sänger, und die anderen sind cool, verstehst du? Aber die meisten Bands, mit den wir unterwegs sind, sind wirklich sehr nett.

Durch Epitaph werdet ihr sicherlich auch in den Staaten vertrieben, wie denkt ihr werden die Amis auf eure Platte reagieren?

Die Platte erscheint im September in den USA. Aber ich verspreche mir echt nicht viel von Amerika, denn es ist superschwer als deutsche Band einen Fuss in die Türe zu bekommen und das wissen wir auch. Wir denken jetzt nicht blauäugig "Wir gehen mal nach Amerika und machen ´nen Dicken", nee, die Amis lachen uns aus, da fressen wir Scheisse. Wir konzentrieren uns lieber auf Deutschland und danach schauen wir mal was passiert. Aber ich find es schon cool, dass ich nach New York fahren kann und da meine Platte im Laden steht. Es ein gutes Gefühl zu wissen, dass jeder auf der ganzen Welt, wenn er will, sich unsere Platte kaufen kann.

Auf der neuen Platte fällt auf, dass keine Lyrics abgedruckt sind. Das machen eigentlich nur Bands, die ihre CD selbst brennen und sich für ihr Schulenglisch schämen, oder?

Nee, also wir wären nicht auf Epitaph, wenn das so wäre. Die hören genau hin, was da passiert. Der Grund ist, dass die Texte sehr persönlich sind. Aber wenn du genau hinsiehst, kannst du die Texte finden, achte auf ein Lämpchen. Wie gesagt, die Texte sind auf jeden Fall sehr persönlich, so persönlich, dass ich sie noch nicht mal mit meiner Freundin bespreche, und ich wollte die Texte nicht einfach so offenbaren. Die Platte ist so produziert, dass jeder die Lyrics verstehen kann, und ich bin kein aufdringlicher Typ, der den Leuten irgendwas erzählen will. Darum gibt es auch keine besondere "Message". Wir können das nicht, obwohl ich auch Bands wie RAGE AGAINST THE MACHINE sehr mag. Wir können halt viel besser Emotionen rüberbringen als eine politische Aussage. Darum haben wir letztendlich die Texte nicht abgedruckt, warum auch, ich drucke ja auch nicht die Noten ab.

Randy Flame

© by Ox-Fanzine / Ausgabe #36 (III 1999)

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