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Interviews & Artikel

DOGS ON SAIL

Zehn Jahre Waterkant-Punk

Am Anfang stand ein Missverständnis, denn laut einer Anzeige – „Dogs for sale“ war da zu lesen – gab es Hunde zu kaufen. Wieso denn segelnde Hunde, fragten sich damals Flo (Drums), Jörg (Gitarre) und Paco (Bass). Die waren nach der Auflösung ihrer alten Band gerade dabei, zusammen mit Jan (Gesang) eine neue Kapelle auf die Beine zu stellen. Und da das Kind einen Namen brauchte, landeten die vier Nordlichter bei den segelnden Hunden und DOGS ON SAIL waren geboren.

Inzwischen sind zehn Jahre voller Punkrock und Leidenschaft ins Land gezogen und die Band feiert Jubiläum. Seit fünf Jahren ist George mit an Bord, der Jan am Mikrofon abgelöst hatte. Mit ihm erschien nun zum Zehnjährigen mit „Landfall“ ihr drittes Album. Bereits auf dem Vorgänger „Low“ hatte sich angedeutet, wo es musikalisch mit George als Sänger hingehen soll, seitdem stehen DOGS ON SAIL mehr denn je für melodischen Streetpunk voller eingängiger Melodien und hymnischer Chorgesänge. Wobei sie aus ihrer Vorliebe für den amerikanischen Hardcore-Punk der Achtziger und Neunziger Jahre kein Hehl machen: ADOLESCENTS, MAD PARADE, RANCID – um nur mal eine grobe Richtung anzudeuten. Außerdem bedient man sich auch gerne bei Punk’n’Roll-Bands wie TURBONEGRO oder GLUECIFER. Nach zehn Jahren ist die Band nun da angekommen, wo sie mit ihrem Sound immer hinwollte und hat ihn nahezu perfektioniert. Da halten auch ruhige Momente Einzug in die Songs und man erkennt, dass DOGS ON SAIL beim Songwriting auch gerne mal über den Punkrock-Tellerrand schauen. „Landfall“ ist somit das reifste Album der Band, bei „Roll on“ werden sogar balladeske Klänge angeschlagen. Live will die Band allerdings lieber Vollgas geben, so dass dem Publikum keine Zeit zum Verschnaufen bleibt. Ausruhen kann man sich ja anschließend an der Bar noch genug.

Auch wenn Dreiviertel der Band ursprünglich aus Nordrhein-Westfalen stammen, sehen sich DOGS ON SAIL als norddeutsche Band in guter, alter hanseatischer Tradition. Das lässt sich auch am maritimen Design erkennen. Die Band fühlt sich dem Meer und der Küste verbunden und möchte mit der Musik die Freiheit der offenen See und des Windes transportieren. „Der Hafen, die Lichter, die Sehnsucht begleiten das Schiff in die Ferne hinaus“, so sang es schon Hans Albers. Doch so weit gehen DOGS ON SAIL nicht. Ihre Texte werden in englischer Sprache verfasst und befassen sich nicht direkt mit Seefahrer-Romantik, sondern mit konkreten gesellschaftskritischen Themen, wie sie einem norddeutschen Punkrocker so auf den Nägeln brennen.

Wie schon die beiden vorherigen Alben wurde auch „Landfall“ komplett in Eigenregie aufgenommen, produziert und veröffentlicht. Das steht einerseits in guter, alter D.I.Y.-Tradition, andererseits wird es für eine Band auch immer schwieriger, einen Plattendeal an Land zu ziehen, wenn sie nicht regelmäßig durch die Lande tourt. Und das ist DOGS ON SAIL nicht möglich, da alle Bandmitglieder inzwischen Familie und Beruf mit ihren musikalischen Aktivitäten unter einen Hut bringen müssen. Ob es sich heutzutage überhaupt noch lohnt, für eine kleine Band klassische Tonträger zu veröffentlichen und nicht nur über Streaming und Downloads seine Musik anzubieten, fragen sich auch DOGS ON SAIL. Aber alleine um bei den Konzerten der Band etwas anbieten zu können, wird man sich da wohl weiterhin treu bleiben, auch wenn man erst einmal auf einem ganzen Batzen Kosten sitzt, der irgendwie wieder eingespielt werden muss. Ein erster Schritt wurde bei der Release-Party im Menschenzoo St. Pauli gemacht, auf der die Band „Landfall“ erstmals dem Hamburger Publikum präsentierte.

Zehn Jahre Waterkant-Punk mit viel Hardcore-Gespür sind nun geschafft. Die Band ist heiß wie nie zuvor. Mal sehen, wohin das Schiff DOGS ON SAIL in der kommenden Dekade fahren wird. Potenzial für den großen Sprung über die Grenzen des Hamburger Umlands hinaus ist ausreichend vorhanden. Jetzt kann man nur hoffen, dass es genügend Leute geben wird, die auch mal vor der eigenen Haustür nach krachigen Bands Ausschau halten und nicht nur über den großen Teich schielen. Es lohnt sich.

Abel Gebhardt

Webseite

© by Ox-Fanzine / Ausgabe #123 (Dezember 2015/Januar 2016)

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