Interviews & Artikel : DEATHLIST :: ox-fanzine.de

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Interviews & Artikel

DEATHLIST

Portlandia

DEATHLIST ist das 2016 frisch gegründete Projekt der Multi-Instrumentalistin Jenny Logan (SUMMER CANNIBALS, SUNBATHE, RIBBONS, MY TEENAGE STRIDE). Das Besondere: Bis auf Jenny selbst rotiert die Besetzung der Band. Doch ausnahmslos sind es Musiker aus Portland, Oregon. Und auch sonst tut Jenny einiges, um ihre lokale Szene zu unterstützen. Wer also gerade auf der Suche nach frischen Ideen ist, wird hier sicherlich ein paar Denkanstöße finden.

Jenny, du bist auf vielen Ebenen sehr aktiv in Portland. Welche Projekte hast du derzeit am Start?

Ich bin Vorsitzende des Radiosenders XRAY.fm, der sich auf lokale Musiker und Künstler spezialisiert hat. Als ich vor etwa sechs Jahren nach Portland gezogen bin, gab es keine Radiostation, die Indie, Punk, Metal und so gespielt hat in Portland, obwohl der Ort ja für seine Musik bekannt ist, schon seltsam. Es gab dort nur viele kommerzielle und einen lokalen Radiosender. Letzterer ist sehr offen bis eklektisch, die spielen einfach alles, nicht nur die lokalen Portland-Sachen. Einer meiner alten Bandkollegen hat dann eine Community-Lizenz beantragt und brauchte Hilfe dabei, den Sender an den Start zu bringen. Weil ich in Portland Jura studierte und mich entsprechend mit rechtlichen Fragen auskannte, hat er mich um Hilfe gebeten. Ich dachte so, das ist ja ganz simpel, braucht nur ein bisschen Zeit, und dann hat es für eine ganze Weile mein Leben bestimmt. Inzwischen ist es seit zwei Jahren on Air und läuft ganz gut. Im ersten Jahr stand es auf der Kippe, aber jetzt ist alles bestens. Wir sind zwei Jahre hintereinander zu Portlands bestem Radiosender gewählt worden. Ich selbst habe allerdings keine eigene Show, dafür reise ich einfach zu viel.

Trotz allem Reisestress hast du vor kurzem Xray Records mitgegründet.

Ja, das stimmt. Wir haben auch schon die ersten Sachen herausgebracht, „Skullflower“ von SUN ANGLE zum Beispiel, das bisher auch ganz gut angekommen ist. Verdientermaßen, sie sind eine meiner Lieblingsbands. Unser erstes Album, „Wish We Were There“ von BLESST CHEST, haben wir im Juli 2016 herausgebracht. Stilrichtung: instrumentaler Progrock. Im Herbst folgten dann zwei weitere Alben von SUN ANGLE und WL. Eigentlich ist es ein Tochterunternehmen des Radiosenders, also ausschließlich non-profit. Sobald wir die Ausgaben drin haben, bekommt die Band alles bis auf 10% Verwaltungsgebühr. Es geht in erster Linie darum, lokale Bands zu unterstützen, die sonst auf keinem Label unterkommen würden. Wir bringen auch nur wirklich kleine Auflagen raus, etwa 300 Stück auf Vinyl only.

War der Standort der Juristischen Fakultät der einzige Grund, warum du von New York nach Portland gezogen bist?

Ich habe dort ein paar Mal auf Tour gespielt und das schien ein ganz guter Ort zu sein, um Jura zu studieren. Ich wusste nichts über Rechtswissenschaften, außer dass es ein ganz schön hartes Stück Arbeit werden würde, und das wollte ich nicht in New York leisten müssen, weil die Stadt an sich schon sehr anstrengend ist. Und Portland schien im Verhältnis zu NY ein recht friedlicher Ort zu sein. Jedes Mal, wenn ich dort gespielt habe, hatte ich viel Spaß.

Was war dein erstes Bandprojekt in Portland?

Zuerst bin ich bei den SUMMER CANNIBALS eingestiegen. Ich habe mein ganzes Leben lang eigene Songs geschrieben, auch in Portland, hatte aber zunächst keine eigene Band. Während einer langen SUMMER CANNIBALS-Tour habe ich dann eine ganze Menge Songs, die mir durch den Kopf gingen, aufgeschrieben und fing vor etwa einem Jahr an, mit einem Freund an den Drums sie zu spielen. Während der SUMMER CANNIBALS-Tour habe ich Bass gespielt, das war zwar großartig, aber ich vermisste meine eigenen Sachen, zu singen und so. Bei DEATHLIST spiele ich Gitarre, schreibe und singe selbst, das macht die Sache natürlich viel persönlicher. Stilistisch sind DEATHLIST ein bisschen roher und härter als die SUMMER CANNIBALS. Der springende Punkt an der Sache ist für mich: Ich kann tun und lassen, was ich will. Die totale Freiheit. Für das DEATHLIST-Album, das im Frühjahr herauskommen wird, habe ich fast alle Instrumente und ein Großteil der Drums eingespielt, das macht es schon zu meinem Baby.

Was hat sich im Vergleich zu der DEATHLIST-Kassetten-EP getan?

Die EP wurde überwiegend live eingespielt, das Album habe ich größtenteils im Studio geschrieben. In den Songs geht es darum, am Ende einer zusammenbrechenden Beziehung zu stehen, während ich gleichzeitig versuche, mit dem nahenden Tod meines Vaters klarzukommen. Darum findet sich darauf viel über Einsamkeit, Verlangen und das Gefühl, sich mit jemandem zu identifizieren, der dich auch missbraucht. Damit wollte ich die direkteste Version dessen einfangen, was ich gerade durchlebte.

Bei deinem Arbeitspensum hast du sicher noch ein paar Projekte in der Hinterhand.

Ja. Ich bin daran beteiligt, ein All-Ages-Venue in Portland aufzuziehen. Die wenigen, die es gab, haben immer schnell wieder zugemacht. Eine Non-Profit-Organisation namens Friends of Noise versucht jetzt, dem gezielt entgegenzuwirken, und sucht nach geeigneten Räumlichkeiten für All-Ages-Shows. Wenn Alkohol ausgeschenkt wird, dürfen Teenager nicht rein und im Moment gibt es auch keine wirklich sicheren Orte für sie. Außerdem spiele ich noch Bass in einer Band namens SUNBATHE. Mit meiner Freundin Maggie. Sie spielt Bass bei DEATHLIST und ich spiele Bass bei SUNBATHE. Klassische Portland-Band-Inzucht. Man unterstützt sich gegenseitig. Aber obwohl man sich in Portlands Musikerkreisen üblicherweise kennt, treffe ich auch immer noch neue Leute.

Anke Kalau

Webseite

© by Ox-Fanzine / Ausgabe #131 (April/Mai 2017)

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