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Interviews & Artikel

FONDERMANN

Mit norddeutscher Attitüde

Auch wenn Ritchy Fondermann mit „Blickwinkel“ nun sein zweites Album unter seinem Nachnamen, der zeitgleich als Bandname fungiert, veröffentlicht hat, kommt man ganz ohne Namedropping doch nicht aus. Früher war Ritchy mal Sänger der legendären Deutschpunk-Band ANTIKÖRPER, später spielte er dann viele Jahre bei den Glampunk’n’Rollern THE VARANES. Daneben betreibt er seit Ewigkeiten in Hamburg das K-Klangstudio, bei dem sich das Who’s Who der Hamburger Punkrock-Szene die Klinke in die Hand gibt. „Blickwinkel“ klingt reifer und ausgefeilter als alles, was Ritchy bislang veröffentlichte. Nachdenkliche, oft sehr persönliche Texte treffen auf teils melancholische, teils rockige Klänge, so dass sich Vergleiche mit ELEMENT OF CRIME geradezu aufdrängen.

Ritchy, ein langer Arbeitsprozess ist beendet. Endlich liegt dein zweites Solo-Album vor. Wie stolz bist du auf das Werk?

Das war eine verdammt schwere Geburt. Es hat zwar viel zu lange gedauert, aber ich bin glücklich, wenn ich es jetzt in den Händen halte und es mit etwas Abstand hören kann. Ich glaube, uns ist etwas recht Eigenständiges gelungen, und ich bin schon stolz auf die vielen Gastmusiker, die uns unterstützt haben und die zum Teil jahrelange Begleiter sind. Entweder als Freunde oder als Menschen, von denen wir selbst Fans sind. Das ist schon verrückt. Und wir haben jetzt schon so viele Sachen mit der Platte erlebt. Meine Lieblingsanekdote ist vielleicht, dass die Spuren der beiden Australier in dem Studio und über das Pult aufgenommen worden sind, auf dem auch die „Dirty Deeds“-Platte von AC/DC eingespielt wurde.

Du sagst, euch sei „etwas recht Eigenständiges gelungen“. Wo würdest du euren Sound generell einordnen? Deine Punk-Wurzeln sind ja nur noch in Ansätzen zu erkennen.

Na gut, Schubladen aufmachen. Manchmal setzen wir uns, vorzugsweise in Kneipen, zusammen und definieren unsere Musik. Das kann sehr unterhaltsam sein. Aktuell ist es Chanson-Rock mit norddeutscher Attitüde. Der Sound ist eben räumlich machmal etwas schwerer und lustigerweise gar nicht so langsam, wie ich immer behaupte.

Du wirst mir aber sicherlich recht geben darin, dass ihr auf dem Album zahlreiche Einflüsse verarbeitet habt. Das spiegelt sich auch in den zahlreichen Gastmusikern wider. Wie kam es zu dieser illustren Schar?

Ja, natürlich. Bei uns läuft es so, dass ich einen Song schreibe und eine Idee für ein Gewand habe. Aber das, was es schlussendlich wird, entsteht dann zusammen mit der Band. Insofern stecken da natürlich sehr viele unterschiedliche Einflüsse von uns allen drin. Die Gastmusiker stehen ja auch nicht für das eine oder das andere Genre. Wir haben zum Beispiel Penny Ikinger und Charlie Owen aus Australien dabei. Die spielen bei einem Stück mit, das auch irgendwie zu ihnen passt. Hingegen Stanislav, der sonst Klezmer macht, darf bei einem Countrypunk-Schmusehit mitspielen und Tommy Molotow grölt bei einem Stampfrock-Song. Also eher genrefremd. Einige der Leute haben wir gezielt angesprochen, weil wir Bock auf die hatten, andere standen zur richtigen Zeit vor der Tür.

Inwieweit sind FONDERMANN eine homogene Band oder ist es doch eher dein Solo-Projekt?

Es hat auf jeden Fall als Solo-Projekt angefangen. Ich wollte wieder zurück zur deutschen Sprache, da weitermachen, wo wir mit ANTIKÖRPER aufgehört hatten. Ich wollte aber auch ein wenig mehr die Musik einfließen lassen, die ich selbst immer schon neben dem Punk gehört und auch gemacht hatte. Die Band hat sich dann erst zu den Aufnahmen der ersten Platte gefunden. Deswegen ist die erste Platte auch noch viel mehr mein Baby. Die zweite ist dadurch deutlich abwechslungsreicher, weil wir sie eben als Band eingespielt haben. Wir sind als Gruppe zusammengewachsen mit allem, was dazu gehört. Eine Band muss wie eine Familie sein, mit Regen und mit Sonnenschein. Und das ist gut so. Deswegen würde ich heute sagen, wir sind eine Band, aber ich bin so eine Art Dirigent.

Glaubst du noch daran, dass sich Beharrlichkeit und Ausdauer im Musikgeschäft bezahlt machen?

Auf jeden Fall. Oder sagen wir mal so, ich hoffe es einfach. Aber man muss immer am Ball bleiben, um da zu sein. Die Frage ist ja eher, was man erreichen will. Unabhängig davon ist es wichtig seinen eigenen Weg zu gehen, welche Windungen der auch immer nehmen mag!

Abel Gebhardt

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© by Ox-Fanzine / Ausgabe #131 (April/Mai 2017)

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