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Interviews & Artikel

Cover-Ikonen

PROPAGANDHI - How To Clean Everything (LP/CD, Fat Wreck, 1993)

Dance and laugh and play / Ignore the message we convey / It seems we’re only here to entertain / A rebellion cut-to-fit / Well I refuse to be the soundtrack to it.“ Klare Ansage. Aber nicht alles auf „How To Clean Everything“, dem ersten Album in der politisch zunehmend engagierteren Bandgeschichte von PROPAGANDHI, war textlich so kompromisslos wütend, ein bisschen Blödelei ist da durchaus auch mit an Bord. Da ist zum Beispiel der Song „Stick the fucking flag up your goddamn ass, you sonofabitch“, mit der Anmerkung in Klammern: „Not to be gender-specific, of course!“. Oder auch das Frontcover, ein aus einem Staubsaugerrohr und einem Besen gebildetes Straight Edge-X, umgeben von diversen Reinigungsutensilien und versehen mit dem Sticker „The authoritative guide to cleaning, conditioning & saving the whole fucking world, man!! (Plus! Bonus! 25% more patriotic hymns than the leading b(r)and!)“.

Allerdings haben Sänger Chris Hannah zufolge PROPAGANDHI bis auf den Albumtitel rein gar nichts zu der Entstehung des Artworks beigetragen: „Der Titel stammte von einem Buch namens ,How to Clean Everything‘, das meine Mutter zu Hause rumstehen hatte, und ich weiß nicht, warum das hängengeblieben bei mir ist, aber ich wollte es einfach so nennen. Vielleicht weil es sich irgendwie anders anhörte? Keine Ahnung, was zur Hölle ich mir dabei gedacht habe. Dann haben wir nie ein Artwork eingereicht. Mike fragte uns ständig danach und wir dachten aus irgendeinem Grund nur: ,Yeah, was auch immer ...‘, haben das alles nicht ernst genommen und irgendwann hat er einfach gesagt: ,Scheiß drauf, wir machen das jetzt so.‘“ Wir trafen ihn und er kam mit einer fertigen Platte aus dem Presswerk, inklusive dem Artwork, das wir nie zuvor gesehen hatten, und ich erinnere mich daran, dass mir bei dem Anblick der kalte Schweiß ausbrach und ich dachte: „Heilige Scheiße, das ist Familie Feuerstein.“ Passt doch. Manchmal wird Gleichgültigkeit oder Faulheit wohl doch bestraft.

Labelboss Fat Mike hatte auch sonst seine Finger im Spiel: Den Song „Ska sucks“ hatte die Band eigentlich nur im Live-Repertoire, um die örtlichen Winnipeg-Skinheads ein wenig zu foppen, die sich in den frühen Neunzigern stark mit Ska identifizierten, aber Fat Mike wollte das Lied unbedingt auf der Platte haben und setzte sich durch – zum späteren Leidwesen der Band. Jugendsünden hin oder her, dieses Album hat für PROPAGANDHI den weiteren Weg bis hin zur Gründung des radikal linken Non-Profit-Labels G7 Welcoming Committee Records in ideologischer Hinsicht auf jeden Fall schon vorgezeichnet, auch wenn es musikalisch gesehen noch wesentlich Skatepunk-lastiger als die deutlich härteren Spätwerke ausgefallen ist. Und wie mitreißend Gesellschaftskritik klingen kann, beweist die Reggae-Hymne „Haillie Sellasse [sic!], up your ass“ allemal: „Fuck zionism. Fuck militarism. Fuck americanism. Fuck nationalism. Fuck religion.“ Keine Fragen offen.

Anke Kalau

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© by Ox-Fanzine / Ausgabe #132 (Juni/Juli 2017)

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