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Interviews & Artikel

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Waldmeister Solingen

Im September feierte der/das Waldmeister in Solingen zehnten Geburtstag, und das ist Grund für eine Würdigung. Mitinitiiert wurden der Kulturverein und das „Vereinsheim“ in der alten Stückguthalle des Bahnhofs von Solingen-Wald einst von Menschen um Jens Stuhldreier, den man als Sänger von JET BUMPERS, DIRTSHAKES und ÄRGER NOW kennt. Nach vielen Jahren im Hintergrund ist Jens heute wieder Vorsitzender des Vereins.

Speziell in der Provinz, und das ist die bergische Pro-Forma-Großstadt Solingen, sind Orte wie der/das Waldmeister essentiell für das Überleben von Underground-Strukturen und vor allem das Wohlbefinden der dort lebenden Menschen. Um unabhängig von kommerziellen Gastronomen und oft bürokratischen öffentlichen Einrichtungen nach Lust und Laune Konzerte und anderes veranstalten zu können, führt an einem selbstverwalteten Zentrum auf Vereinsbasis kein Weg vorbei. Über 200 Mitglieder hat der Waldmeister e.V., die fünf Euro Mitgliedsbeitrag im Monat sowie die Getränkeeinnahmen (Flaschenbier 1 Euro ...) decken die Miete und Nebenkosten für den mit viel Gedrängel vielleicht achtzig Leute fassenden Konzertraum und Nebenräume sowie Terrasse. Eine feste PA und gute Beleuchtung machen es Vereinsmitgliedern und befreundeten Initiativen wie dem Cow Club leicht, ohne weitere Kosten und auch mal spontan Konzerte von Reggae bis Hardcore zu veranstalten oder eine Party – alles steht, alles läuft und wird von engagierten EhrenamtlerInnen gepflegt und umsorgt.

Vereinsmitglieder haben bei den Veranstaltungen übrigens grundsätzlich freien Eintritt, Gäste können spontan eine Tagesmitgliedschaft erwerben. Das ist fair und einfach, erlaubt aber in Sachen Gage keine großen Sprünge, denn oft kommt nicht viel zusammen. Entsprechend spielen hier neben lokalen Bands oft solche aus einem D.I.Y.-Kontext, die mit Spritgeld, Bier, Essen und Pennplatz auskommen. Was wiederum den kommerziellen Druck von Verein und Veranstalter nimmt. Wer die teuren, großen Bands sehen will, fährt eben nach Köln – im „Waldi“ gibt’s das feine Programm für Kenner mit Bands, die die familiäre Stimmung schätzen.

Dass der/das Waldmeister zehn Jahre alt werden konnte, war keine Selbstverständlichkeit. In Vereinen wird viel diskutiert, Menschen kommen und gehen, Engagement und Durchhaltevermögen sind gefragt – und tolerante Nachbarn. Der Nachbar direkt nebenan, der sein Wohnzimmer im Wissen um die lärmintensiven Aktivitäten eine Wand weiter trotzdem dort einrichtete, stürzte den Verein letztes Jahr in die Krise. Eine Lärmdämmung später schein nun Frieden eingekehrt zu sein und der „Waldi“ bereitet sich auf sein zweites Jahrzehnt vor. Ganz klar: ohne Waldmeister würde ich in Solingen nicht wohnen wollen.

Joachim Hiller

Webseite

© by Ox-Fanzine / Ausgabe #134 (Oktober/November 2017)

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