PG.LOST

Versus

Seit ihrer Gründung im Jahr 2004 hat es die schwedische Band PG.LOST bisher auf „nur“ drei Platten gebracht, die Zusammenarbeit mit den Chinesen WANG WEN von 2013 nicht mitgezählt. Beim Hören ihres aktuellen vierten Albums „Versus“ dürfte die erste Regung wohl sein: „Nichts Neues in Post-Rockhausen!“ Mehr als ein Arme-Leute-Version von MOGWAI waren PG.LOST allerdings schon immer, die auch auf „Versus“ den Spagat zwischen filigraner wie hymnischer Melodik und explosiveren rockigen Momenten mit Metal/Hardcore-Kante virtuos hinbekommen, inklusive einer fast orchestralen Qualität.

Und der Kitt, der diesen dichten Sound aus Gitarren und Synthies zusammenhält, scheint eine stets präsente spezielle Melancholie zu sein, wie man sie oft bei skandinavischen Bands antrifft.

Mit so etwas definiert man das Genre sicherlich nicht neu – welche Band in diesem Bereich tut das schon? –, aber „Versus“ entwickelt dennoch eine Intensität und Spannung, die Eindruck hinterlässt und PG.LOST zu den erinnerungswürdigsten aktuellen Post-Rock-Vertretern macht.