V.A.

Jackpot Vol. 1

Schwedische Garagenbands sind seit den Neunziger Jahren bereits bestens beim Low Impact-Label versorgt. Die Enthusiasten aus Örebro haben ein todsicheres Gespür für heißen Scheiß, sie kennen ihre Pappenheimer, kennen Geschichte und Gegenwart des Genres und sind in der Lage, neue Entwicklungen treffend einzuordnen.

Sie haben einen beeindruckenden Stall von Bands zusammengetrieben, ein „Who’s Who“ der Szene. Brüder im Geiste sind die eher auf derben Fuzzpunk Marke ANTISEEN und Seventies-Glampunk ausgerichteten Feedback Boogie-Betreiber.

„Jackpot Vol. 1“ ist eine gemeinsame Werkschau, die Höhepunkte der besten Künstler der Labels präsentiert. Den Auftakt machen dabei die MAGGOTS mit „Cannibal woman“, zuerst auf dem Album „Get Hooked“ zu hören gewesen.

Mit dem rotzfrechen „Grrr!“ sind sie noch ein weiteres Mal zu hören. Weitere Stars aus dem Low Impact-Imperium sind natürlich die STROLLERS, die PETER MANIETTE GROUP (um den legendären Kopf der Eighties-Garage-Legenden WYLDE MAMMOTHS), die SEWERGROOVES (eher im Seventies-Protopunk verhaftet), oder die Supergroup VOLADRAS (mit Leuten von ULTRA BIMBOOS), BRANDED WOMEN oder den norwegischen LAUNDRETTES.

Für Feedback Boogie gehen die DIAMOND DOGS, PLAN 9 (gute DEAD BOYS-Imitatoren), REVOLUTION RIOT (nahe dran am Neunziger-TURBONEGRO-Sound) und die GG Allin-Verehrer MOBILE MOB FREAKSHOW an den Start.

Zudem gibt es noch Tracks der BEAVER FARM, ROBOTS, SOUL PATROL und MALEFACTOR. Das ergibt unterm Strich eine hochvergnügliche Garage/Protopunk-Revue, 17 Hits, 0 Füller, eine Compilation, die immer geht.