Reviews : PERE UBU / 20 Years In A Montana Missile Silo :: ox-fanzine.de

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CDs/LPs/Singles - Reviews

PERE UBU

20 Years In A Montana Missile Silo

Format: CD

Label: Cherry Red

Spielzeit: 33:53

Webseite

Wertung:


David Thomas, 1953 in Florida geboren, aber in Cleveland, Ohio aufgewachsen und seit Mitte der Achtziger in England ansässig, ist eine dieser legendären Musikergestalten des Undergrounds der späten Siebziger, die langsam, aber sicher vom Aussterben bedroht sind.

Mit der Legendenbildung ging es bei Thomas schon früh los, denn von 1974 bis 1975 war er in Cleveland Frontmann der kurzlebigen Proto-Punk-Band ROCKET FROM THE TOMBS, die zu Lebzeiten nie über den Demo-Status hinauskamen.

2002 wurde dann das RFTT-Frühwerk unter dem Titel „The Day The Earth Met The Rocket From The Tombs“ offiziell veröffentlicht, 2004 nahm die reformierte Band ihr erstes richtiges Studioalbum „Rocket Redux“ mit Neueinspielungen alter Songs auf.

Erst 2011 und 2015 folgten mit „Barfly“ und „Black Record“ wirklich neue RFTT-Studioplatten, die aber hinter den Erwartungen zurückblieben, zumal auch Urmitglied Cheetah Chrome, zu dem Thomas immer ein schwieriges Verhältnis hatte, 2011 die Band verließ.

Während RFTT lange Zeit nur ein Phantom für Nerds und Historiker blieben, erlangten Chrome und Thomas erst mit ihren späteren Bands THE DEAD BOYS und PERE UBU größere Aufmerksamkeit und nahmen vor allem Platten auf: THE DEAD BOYS 1977 „Young Loud And Snotty“ und PERE UBU ein Jahr später „The Modern Dance“.

Während es THE DEAD BOYS nur auf zwei Studioplatten brachten, erwiesen sich PERE UBU als deutlich langlebiger, nur zwischen 1982 und 1987 wurden sie wegen anderer Projekte temporär auf Eis gelegt.

Ihr Art-Rock besaß immer eine stilistische Offenheit und Experimentierfreude, die es Thomas erlaubte, seine ständigen Line-up-Wechseln unterworfene Band immer wieder neu zu erfinden, was sie zu so was wie den „Custodians Of The Avant-Garage“ machte.

Einfach hat es Thomas seinem Publikum mit seinen Platten nie gemacht, die zu Beginn als eine Frühform von New Wave durchgingen, oder aber in ihrer avantgardistischen Zerstörungswut komplett unhörbar waren wie „The Art Of Walking“ von 1980.

Seine musikalische Unberechenbarkeit stellte er dann zwischen 1988 und 1991 unter Beweis zu, als mit „The Tenement Year“, „Cloudland“ und „Worlds In Collision“ sogar eine eigenartige Annäherung an die Welt der Popmusik stattfand.

Und auch auf dem aktuellen Album bekommt man den schwergewichtigen Thomas nicht richtig zu fassen. Die ersten, rockigeren Stücke mit ihren schrägen Synthie-Klängen und kantigen Gitarrenriffs erinnern an RFTT und frühe PERE UBU, im weiteren Verlauf werden aber entspanntere und melodischere Töne angeschlagen.

Und so ist „20 Years In A Montana Missile Silo“ eigentlich genauso repräsentativ für PERE UBU wie jedes andere Album auch, oder um es mit den Worten von Thomas zu sagen: „With Ubu, the latest album is always essential.

Ubu is not a destination. It’s a work-in-progress.“

Thomas Kerpen

© by Ox-Fanzine / Ausgabe #134 (Oktober/November 2017)

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