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GRAVDAL

Kadaverin

Black Metal ist immer noch die Metal-Spielart, die den größten Freiraum für Experimente lässt. Und genau da sind die (natürlich) Norweger GRAVDAL zu Hause, mischen sie doch Black Metal mit allem, was ihnen in den Sinn kommt.

Solche Experimente können ins Auge gehen, dieses hier klappt erstaunlicherweise perfekt. Da verwundert es schon, dass harscher Black Metal sich ansatzlos mit Bar-Jazz verkuppeln lässt oder auf einmal BLACK SABBATH vorbeischauen und klarer Gesang das übliche Gekeife ersetzt.

Oder darf es ein ausladendes Gitarrensolo der oberen Güteklasse sein? All das bietet „Kadaverin“ und zählt aus dem Nichts kommend (das Vorgängeralbum von GRAVDAL hat schon sieben Jahre auf dem Buckel) zu den heißen Anwärtern für das Black-Metal-Albums des Jahres.

Große Kunst, die dem Inner Circle in den Neunzigern wohl recht sauer aufgestoßen wäre.