DEAR DIARY

Laughing Ends Like This CD

Giessen strikes back - besser denn je. Nachdem das Quartett endlich seine fünfte EP auf dem kleinen, feinen Label Bastardized Recordings unterbringen konnte, steht nun endlich auch der erste Langspieler in den Startlöchern.

Und das erste, was einem auffällt, ist, dass das Artwork arschgeil ausgefallen ist. Dafür gibt es schon mal'nen dicken Pluspunkt. Musikalisch hat sich im Vergleich zu den älteren Songs nicht soviel getan.

Das hier ist immer noch Emo mit wirklich melancholischem Anstrich. Allerdings wird diesmal schneller und noch ein bisschen fetter gerockt, was besonders das knallige Ende von "Songs That I Can't Sing" belegt.

Apropos nicht singen können - leider ist dies das größte Problem der Songs, weil der Gesang von Frontmann Dennis doch ziemlich steif oder bemüht oder eben einfach nicht so doll klingt. Doch das mildert die Schönheit der elf Songs nicht sonderlich.

Hier geht es einfach immer herrlich tight, verspielt und dynamisch zur Sache, alles verpackt in kompakt-rockende Kleinode, die gekonnt mit der beliebten Laut-Leise-Dynamik spielen. Und wenn bei "Superman" endlich auch mal ein bisschen geschrieen wird, dann haben DEAR DIARY eh gewonnen.

Wer sich für eine Band irgendwo zwischen HEY MERCEDES und SUNNY DAY REAL ESTATE begeistern könnte, der sollte hier mal ein Ohr riskieren. (34:24) (7/10)