MOONEY SUZUKI

Alive & Amplified CD

Ihr neues Werk ist das erste originäre Album für Columbia, nachdem der Vorgänger "Electric Sweat" ja erst als Indie-Release erschienen war (und das Debüt war sowieso auf Estrus) und dann von Columbia übernommen wurde.

MOONEY SUZUKI also, die CAN verehrenden Garage-Rocker aus New York City, die bei den Vorgängern mit Tim Kerr bzw. Jim Diamond gearbeitet haben, waren diesmal in L.A. unter der Aufsicht von The Matrix im Studio - nicht gerade eine Referenz in Sachen Rock'n'Roll, aber das Ergebnis ist dann doch nicht so weit von "Electric Sweat" entfernt.

Die Stones-liken Songs gibt's auch hier, ebenso die fuzzigen Garage-Brecher, aber eben auch soulige, von der Hammond-Orgel dominierte Nummern wie "Sometimes somethin", das an Bowie zu Ziggy Stardust-Zeiten erinnernde "New York girls." - und leider auch Ausfälle wie die dann doch überproduziert wirkende Titelnummer mit dem fisteligen Chorgesang.

Es fällt mir schwer, ein abschließendes Urteil über diese Platte zu fällen, dafür ist sie einfach zu neu. Prinzipiell gefällt sie recht gut, es kann aber auch sein, dass sie nach ein paar Durchläufen ganz schnell ihr Verfallsdatum erreicht hat und dann eine Spur zu kalkuliert und geplant wirkt.

Ich habe manchmal einfach das Gefühl, hier wurde des Guten zu viel getan, sorgsam darauf gedacht, für jeden der vielen Einflüsse auch den entsprechenden typischen Song zu produzieren. Mit Tim Kerr oder Mr.

Diamond wäre das sicher nicht passiert ... Übrigens: "School Of Rock" gesehen? Die Band da ist MOONEY SUZUKI. (07/10)