HATEWORK

Thrash'n'Roll CD

Nee nee, dass es so etwas noch gibt. Für die Italiener HATEWORK scheint die Zeit Mitte der Achtziger stehen geblieben zu sein. Die zu zwei Drittel langhaarigen Herren kleiden sich in enge Jeans und Leder, tragen Bandshirts und Sportschuhe bzw.

hässliche spitz zulaufende Stiefel. Und was hat man damals mit so einem Outfit für Musik gehört? Richtig, Thrash-Metal, und zwar den teutonischer Prägung. Und so prügeln sich HATEWORK auf ihrem bereits vierten Album durch zwölf Songs, die sich irgendwo zwischen KREATORs "Terrible Certainty" und "The Morning After" von TANKARD bewegen.

Auch die Texte, die sich mit so wichtigen Dingen wie Alkohol, dem Teufel und der dazugehörigen Hölle, Frauen und ein bisschen Anti-Haltung und Sozialkritik beschäftigen, scheinen HATEWORK von ihrem Ausflug in die große Zeit des Thrashs mitgebracht zu haben.

Sehr charmant anachronistisch das Ganze und für eine dreiviertel Stunde bin ich bestens unterhalten worden, auch wenn mir die Haare zum zünftigen Kopfschütteln schon lange fehlen. Wie sind Beer City bloß auf die gekommen? (41:55) (06/10)