ENTOMBED

Serpent Saints CD

Im Vorfeld jeder neuen ENTOMBED-Veröffentlichung tauchen allerorts auch die immer gleichen Spekulationen mit auf: Werden die Schweden back to the roots gehen, sich also wieder mehr dem Death Metal ihrer ersten beiden Alben annähern, oder sich doch eher am "Wolverine Blues"- oder "To Ride ..."-Schweinerock orientieren? Seit gut zehn Jahren ist die Antwort quasi immer die gleiche: Nein.

Und nein. Oder auch: Ja, ein bisschen. Vielleicht. Fakt ist, dass ENTOMBED seit Jahren regelmäßig gute, insgesamt aber unspektakuläre Alben rausbringen, deren Musik mal eher in die eine oder eben in die andere Richtung tendiert.

Auch das neunte Album "Serpent Saints" macht da keine Ausnahme, ist unverkennbar ENTOMBED und hat neben ein paar richtig großartigen Songs leider auch viele durchschnittliche Füller. Die zum Quartett geschrumpften und umbesetzten ENTOMBED (Gitarrist Uffe Cederlund ist seit 2005 nicht mehr dabei, Schlagzeuger und Bassist wurden ausgetauscht) werden also auch jetzt nicht siegreich den schwedischen Death Metal-Thron zurückerobern oder neue Akzente setzen.

Wobei ich nicht verschweigen will, dass der Gitarrensound, Lars Göran Petrovs Gesang und manche Momente auf "Serpent Saints" durchaus viel mehr mit Death Metal zu tun haben, als es in letzter Zeit der Fall gewesen ist.

Ob "Serpent Saints" aber, wie an diversen Stellen überschwänglich behauptet, das beste ENTOMBED-Album seit "Wolverine Blues" ist, will ich so pauschal nicht bestätigen, es ist aber sicher eines der Stärksten der letzten Jahre.

Nur leider wieder nicht völlig überzeugend. (7)