MATCHBOOK ROMANCE

Voices CD

"You can run but you still may sound like MY CHEMICAL ROMANCE." Nach ihrem Epitaph-Debüt "Stories And Alibies", welches mich als (im Zuge der großen Emowelle) gelangweilten Hörer zurück lies, haben MATCHBOOK ROMANCE aus Poughkeepsie, New York auf "Voices" das Tempo ein bisschen gedrosselt.

Man sei kritischer geworden und hinterfrage das große Ganze mehr als vorher. "Das Album vermittelt konstant das Gefühl, man lebt in einer Traumwelt. Im gleichen Moment kommt dazu noch das Gefühl dass du verfolgt wirst," sagt Sänger Andrew Jordan zum düsteren Vibe, den das Album im Gegensatz vor allem zur "West For Wishing"-EP hören lässt.

Seid ihrer Debüt-EP hat sich musikalisch eine Menge getan: Hat man auf "Sories And Alibies" noch mit den typischen Emo/Screamo-Elementen gespielt, ist man auf "Voices" im Emo-Rock angekommen.

Ich finde, dass ich das der Band eigentlich nicht unterstellen darf, schließlich sind die Ideen der noch recht jungen Band recht gut, aber irgendwie passt die Bandentwicklung doch scheinbar in ein Konzept: In Zeiten in denen MY CHEMICAL ROMANCE vor allem durch ihre düstere Attitüde im Gespräch sind und THRICE die ruhigste Platte ihrer Bandgeschichte veröffentlichten, werden MATCHBOOK ROMANCE auch ruhiger und düsterer.

Oder hat das einfach nur was damit zu tun, dass Emo nur ein Teil der Jugend ist und nicht in die Adoleszenz passt? Ich denke nicht - vielleicht ist es auch einfach nur Zufall. "Voices" jedenfalls ist ein Album, das leider nur dahinplätschert.

(Auf der Ox-CD zu hören.) (61:39)