SINGER

Unhistories

Bei SINGER verschmelzen die Talente von Robert A.A. Lowe (ehemals 90 DAY MEN), Todd Rittman (US MAPLE) und Ben Vida (TOWN AND COUNTRY) zu einem völlig unkategorisierbaren Sound, der auch nach mehrmaligem Hören nicht wirklich greifbarer wird.

Improvisiert wirkender Postrock trifft auf Jazz und Psychedelic, aber wenn man gerade das Gefühl hat, man wüsste jetzt, was in einem der sieben Songs vor sich geht, zerfällt das Ganze schon wieder in eine kunstvolle Form von Disharmonie, die durchaus faszinierend und druckvoll ist, aber zum Anstrengendsten gehört, was mir in letzter Zeit untergekommen ist.

Am ehesten vergleichbar ist das noch mit BLACK FLAG in ihrer Jazzrock-Phase, allerdings in potenzierter Form, oder was Leute wie Greg Ginn oder Chuck Dukowski später fabriziert haben, plus der gesanglichen Kapriolen eines Mike Patton.

Man würde SINGER Unrecht tun, sie als unhörbar zu bezeichnen, aber sie machen es einem wirklich nicht leicht nachzuvollziehen, was sie eigentlich genau wollen. Auf jeden Fall liegen nach dem Genuss von "Unhistories" die Nerven blank und man fragt sich, ob man die Band nun dafür hassen oder lieben soll.

Ich bin da gerade etwas ratlos ...