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CDs/LPs/Singles - Reviews

DIE ART

Funeral Entertainment

Format: CD

Label: Brachial Pop

Vertrieb: Rough Trade

Spielzeit: 39:12

Genre: Punkrock/Hardcore

Webseite

Wertung:


Der Sound von DIE ART – die in einer Zwischenphase auch als WISSMUT Großartiges in Sachen hymnischen Dark Waves geleistet haben (was sich auch darin äußerte, dass sie mit Genre Protagonisten wie SUBSTANCE OF DREAM und FLIEHENDE STÜRME auf Tour waren) – besteht in wesentlichen Teilen aus Post-Punk, gitarrenorientiertem New/Dark Wave und Gothic.

Einem Konzept, dem die Band von jeher (bereits 1986 in Leipzig gegründet) treu geblieben ist. Der Opener „Obsession is dark passion“ manifestiert ihre Affinität zu wavigen Rhythmusgitarren, die auf einen rudimentären Sprechgesang treffen.

Beide Elemente münden in einen Refrain mit Erinnerungswert. Auf „Swimming in dirty water“ dominieren die Punk-Einflüsse, bevor „The seventh unneeded abortet start“ das Tempo etwas zügelt und sich als kristalliner Wave Rock präsentiert.

Das 15-minütige psychodelisierende Epos „Pale“ wurde bereits 1991 eingespielt (war bisher aber unveröffentlicht) und ist sicher der Höhepunkt des Albums. DIE ART haben ihren punk-inspirierten Wave Rock in den letzten Jahren zur Perfektion reifen lassen und ihn mit diesem Album auf den Punkt gebracht: eine gekonnte Melange aus klassischen Genre-Bands wie BAUHAUS und den SISTERS OF MERCY einerseits und „melancholischen“ Punkbands à la EA 80 oder PINK TURNS BLUE.

An Eigenständigkeit mangelt es dennoch nicht: „Funeral Entertainment“ setzt Maßstäbe beim gegenwärtigen 80er Jahre inspirierten (Dark) Wave-Sound. Auch wenn die Band dem Begriff „Gothic“ distanziert gegenübersteht, zieht sie ihre Essenz mitunter doch aus diesem Genre.

Markus Kolodziej

© by Ox-Fanzine / Ausgabe #81 (Dezember 2008/Januar 2009)

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