HOLMES

Wolves

Man muss sich erst mal an den Sänger dieser schwedischen Band gewöhnen, der zu Beginn wie eine reichlich dünne Mischung aus Neil Young und Doug Martsch von BUILT TO SPILL klingt. Aber es hilft, dass HOLMES auf ihrem Debütalbum einen doch sehr angenehmen WEAKERTHANS-mäßigen Indierock spielen, melancholisch, verträumt und äußerst poppig, ohne allzu plakativ zu wirken, versehen mit einer kleinen Dosis Düsternis à la MADRUGADA und Nick Cave.

Ansonsten ist es mal wieder erstaunlich, wie stark das typisch Young’sche Songwriting doch immer noch junge Bands prägt, hier natürlich vor allem dessen akustische Countrynummern von seinem Meisterwerk „Comes A Time“.

Wer allerdings nichts mit besinnlicher musikalischer Poesie dieser Art am Hut hat, wird hier schnell etwas rockigere Momente vermissen, denn HOLMES wirken nach der Hälfte der Songs bereits etwas zu behäbig, da muss man die zupackenden Momente mal wieder mit der Lupe suchen.

Durchaus schön, wenn auch etwas zu lasch und schwammig für ein durchgängig einprägsames Album.