SCOTT WEILAND

Happy In Galoshes

Die Messer gewetzt, alles bereit gelegt für einen Verriss - das war meine Erwartungshaltung bezüglich des neuen Soloalbums von Scott Weiland, der ja im letzten Jahr steter Quell neuer Skandälchen war, die alle genüsslich breitgetreten wurden.

Und so hört man sich mit erstaunlich geringer „Skip-Impuls-Rate" durch knapp 20 Songs und stellt fest, dass dieser Mann allen Gerüchten zum Trotz nichts von seinen Fähigkeiten verloren hat.

Das kann er mit reihenweise gelungenen Songs belegen, die irgendwo in der Schnittmenge zwischen Rock und Americana liegen. Dazu noch diverse Coverversionen der Marke Bowie („Fame" kriegt man wohl kaum besser hin) oder THE SMITHS, und fertig ist die erste Überraschung des Jahres 2009.

Statt jedoch meine Erwartungen zu erfüllen, und ein nerviges Werk in der Machart eines John Frusciante zu Zeiten seines Entzugs abzuliefern, hat Herr Weiland seine längst tot geglaubten Songwriter-Qualitäten reaktiviert.

Mehr davon, bitte!