GOD HELP THE GIRL

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Ein neues Lebenszeichen von Stuart Murdoch, was aber nicht heißt, dass BELLE & SEBASTIAN jetzt Geschichte wären, aber der kreative Überdruck braucht halt ein Ventil. Und so hat sich Murdoch hier mit einem fetten Orchester umgeben und jeder Menge schöner junger Frauen, darunter seine Neuentdeckung Catherine Ireton, die bei allen Songs singt - leider.

Nicht dass Ireton eine schlechte Stimme hätte, aber ihr emotionsloses Geträller will nur bedingt zu Murdochs Stimme und seinem typischen Songwriting passen. Und gerade zu Beginn erinnert die Platte an THE STYLE COUNCIL, als die begannen, fürchterlich glatte Popmusik zu produzieren, quasi BELLE & SEBASTIAN auf stromlinienförmig getrimmt.

Die erste Hälfte der 14 Songs hinterlässt dementsprechend absolut keinerlei Eindruck, etwas Besserung bringen die nächsten sieben Stücke, die stärker an den verspielten, naiven Charme der frühen BELLE & SEBASTIAN erinnern, Iretons Gesang überzeugt aber auch hier nicht.

Im besten Fall ist das hier ein „mixed bag of nuts", wie der Engländer so schön sagt, denn eigentlich möchte man Murdoch nur ungern vorwerfen, eine schlechte Platte gemacht zu haben, an der offensichtlichen Banalität des ganzen Unterfangens ändert das indes wenig.