EL CREEPO

s/t

Zunächst das, was nervt: Die grafische Gestaltung. Totenköpfe, Herzen, Blümchen, das alles sieht aus wie die Ed Hardy-Taschen der tumben Teenagerinnen an der Tedi-Kasse. Mit so einer Covergestaltung macht man sich heutzutage leicht zum Affen, sorry! Aber EL CREEPO begeistert dann doch eher auf musikalischer Ebene: Zunächst beginnt das selbstbetitelte Debüt des amerikanischen Singer/Songwriters herbstlich, weinerlich, ein bisschen betulich, fast schon Syd Barrett-artig.

Dann kommt aber spätestens beim sechsten Song, „The art of bullfighting“ die brachiale Kehrtwende, zum ersten Mal klingt dort die Vergangenheit von Creepo Todd Smith durch. Als Chefrabauke der rauhbeinigen DOG FASHION DISCO überbrückte er seinerzeit den Graben zwischen SYSTEM OF A DOWN und FAITH NO MORE, davon hört man beim neuen Album zum Glück wenig.