SUBARACHNOID SPACE

Eight Bells

„Der Subarachnoidalraum ist ein spaltförmiger Raum um das Zentralnervensystem (Gehirn und Rückenmark) [...] [in dem] die Gehirn-Rückenmarksflüssigkeit zirkuliert“, sagt mir Wikipedia, aber eine wirkliche Hilfe ist das nicht.

Denn davon jetzt Rückschlüsse auf SUBARACHNOID SPACE zu ziehen, das wäre an den Haaren herbeigezogen. Dennoch gefallen mir die Begriffe Zentralnervensystem, Gehirn und Zirkulation im Zusammenhang mit dem neunten Album der Band aus San Francisco.

Bewegende Kopfmusik ist „Eight Bells“ nämlich ganz sicher, sei es, weil man konzentriert hinter die unzähligen Schichten hören will, die hier aufeinandertreffen, oder weil man sich wunderbar in den sphärischen, instrumentalen Songs treiben lassen kann, dabei das bewusste Denken ausschaltend.

Bei Letzterem könnten im Körper zirkulierende Substanzen verstärkend wirken; das ZNS wird aber auch ohne gereizt. Ob mir der Begriff Heavy Psychedelic jetzt irgendwo bei der Recherche zu der mir bisher schändlicherweise noch nicht bekannten Band – deren Platten Ende der Neunziger auf dem Relapse-Unterlabel Release erschienen – begegnet ist oder ob er mir im Laufe von „Eight Bells“ eingefallen ist, weiß ich nicht mehr, er trifft es aber so oder so perfekt.

Noise-Ambient meets Spacerock wäre auch nicht verkehrt, dafür aber sperriger.