Reviews : DEEP PURPLE / Singles & E.P. Anthology ’68-’80 :: ox-fanzine.de

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CDs/LPs/Singles - Reviews

DEEP PURPLE

Singles & E.P. Anthology ’68-’80

Format: 2CD

Label: Harvest

Vertrieb: EMI

Genre: Metal

Webseite

Wertung:


DEEP PURPLE waren mein erster Kontakt mit Rockmusik. Ich war vielleicht zehn oder zwölf, mein bester Freund zwei Jahre älter, und dessen Schwester besaß Platten von DEEP PURPLE. Und während wir also bei ihm mit seiner Carrera-Bahn spielten, hörten wir DEEP PURPLE.

Und irgend einem uralten Instinkt folgend, begeisterte ich mich für „Smoke on the water“, weil die Gitarre irgendwie so schön nach einem aufheulenden Automotor klang. SANTANA wurde damals auch noch aufgelegt, an andere Platten kann ich mich nicht im Detail erinnern, aber DEEP PURPLE blieben ab da ein wichtiges Element meiner musikalischen Sozialisation – ich erinnere mich auch dunkel an eine Best-Of-MC, die sich damals in meinem Besitz befand.

Später kam Punk, und DEEP PURPLE waren uncool, aber man sieht sich eben immer zweimal, und so gab ich Jahre später angesichts vieler schlechter Versuche seitens diverser Bands mit Stoner-Rock-Wurzeln, DEEP PURPLE nachzueifern, meinen Widerstand auf.

Ja, ich mag DEEP PURPLE, mehr als LED ZEPPELIN und BLACK SABBATH, mit denen mich als Teenager nichts verband, wohingegen ich Stücke wie „Hush“, „Kentucky woman“, „April part 1“, „Black night“, „Strange kind of woman“, „Fireball“, „Smoke on the water“, „Woman from Tokyo“, „Stormbringer“, „Burn“, „Black night“ oder „Child in time“ in- und auswendig kenne.

Wenn klassischer Hardrock, dann DEEP PURPLE, jenseits des totgenudelten „Smoke on the water“, das trotzdem für mich ein Schlüsselerlebnis in Sachen Rockmusik darstellte. Diese Zusammenstellung von Singles und EPs nun ist eine gute Gelegenheit für Neueinsteiger, sich mit dem Schaffen der 1968 gegründeten und bis heute aktiven Band vertraut zu machen, die definitiv eine der einflussreichste und wichtigsten der britischen Rockbands der Sechziger und Siebziger ist.

Als „Best Of“-Zusammenstellung taugt die Doppel-CD bedingt, fehlt doch der eine oder andere Klassiker, etwa „Highway star“. Aber dafür gibt’s die originalen Single-Versionen, dazu ein paar Raritäten und ein dickes Booklet mit fachkundigen Linernotes, so dass man zusammen mit der „Deepest Purple“-Collection die essentielle Erstversorgung sichergestellt hat.

Joachim Hiller

© by Ox-Fanzine / Ausgabe #90 (Juni/Juli 2010)

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