BANQUETS

Nothing Is Fucked Here

Je weiter sich der musikalische Mainstream hin zum Kauf-mp3 und reinen Stream-Musikkonsum entwickelt, desto mehr wehren sich auch kleine und kleinste Labels gegen einen Trend, der einst, als das Digitale in physischer Form noch als Feind angesehen wurde, von MUFF POTTER mit dem Slogan „Tod der Scheiße, Tod der CD!“ belegt wurde.

Ein Beispiel hierfür ist diese wunderschöne12“ auf dem neuen Label Coffeebreath And Heartache aus Bielefeld, die in einer Miniauflage von nur 200 Stück erscheint, aber dafür auf durchsichtigem Vinyl, einseitig bespielt, auf der anderen per Siebdruckverfahren verziert.

Wunderhübsch anzusehen – und auch anzuhören, denn BANQUETS aus New Jersey sind wirklich großartig. Ihre sechs Songs – vier davon waren auf der US-EP „This Is Our Concern, Dude“ zu hören, zwei weitere sind exklusiv – sind sehr knackiger Punkrock, der jedem Fan von SAMIAM, ELLIOTT, GASLIGHT ANTHEM und LOVED ONES beim Mitgrölen der hymnischen Refrains Tränen der Begeisterung in die Augen treibt – versprochen.

Von denen will ich bald mehr hören – und auch mehr so schöne Releases von ihrem lobenswert engagierten Label.