MAD CADDIES

Consentual Selections

Was macht eigentlich ... Ska-Punk? Wir erinnern uns: In den Neunzigern kam irgendwann die Mode auf, dass jede melodiösere Punkband mindestens einen vermeintlichen Ska-Song im Programm haben musste, der allerdings in den meisten Fällen nur stümperhaftes Geholper darstellte, vor allem dann, wenn die jeweilige Band nur dem nacheiferte, was sie beispielsweise bei Fat Wreck-Bands wie den MAD CADDIES gehört hatte.

1995 gegründet, waren (sind!) die MAD CADDIES eine jener US-Ska-Punk-Bands der dritten Generation, und 1997 erschien ihr erstes Album „Quality Soft Core“, 2007 mit „Keep It Going“ ihr bislang letztes, und der rote Faden, der sich durch alle fünf Studiowerke zieht, ist die Fähigkeit der Kalifornier, Punk, Ska, Reggae, Rock und Dixieland zu einem griffigen, groovenden Ganzen zu kombinieren.

Besonders gut gelang ihnen das mit „State of mind“ vom letzten Album, das weltweit zum Radiohit wurde und entsprechend auch nicht auf dieser Best-Of-Zusammenstellung fehlen darf, deren Tracklist in webdemokratischer Weise mit Hilfe der Fans der Band ermittelt wurde.

Macht alles in allem 24 Songs, darunter ganz zum Schluss zwei unveröffentlichte Nummern – eine von 2007, eine von 2010. Dazu ein großes Faltbooklet, auf dessen einer Seite man eine kleinteilige Fotocollage findet, während auf der anderen die Bandmitglieder die einzelnen Songs kommentieren.

Schicke Aufmachung, höchst angenehme Musik – ich weiß jetzt wieder, warum die MAD CADDIES bis heute die Top-Band innerhalb ihres Genres sind.