MORIATEES

Born To Cry

Wer jemals im Kölner Gebäude 9 zu Gast war, hat gewiss schon mal mit einem Moriatee an der Theke ein Bierchen oder auch acht gezischt. Aus dem Dunstkreis dieser Theke entstammt die famose Beat-Kapelle MORIATEES, deren erste CD endlich den Weg in meinen Player gefunden hat.

Und das ist gut so, denn die MORIATEES sind die besten Freunde, die ein guter Song haben kann. Das Material des Longplayers ist alt bewährt und hochoriginell zugleich. Zum Teil werden Stücke, die bereits die Setlist der berüchtigten HEEBIE JEEBIES zierten, neu vertont – „Livin’ lovin’ wreck“ von den SEARCHERS, Dions „Born to cry“, Elvis’ „I’m gonna sit right down and cry“, dazu kommt ein großer Haufen Hinkel-Originalsongs, die den Gassenhauern an Hitqualität keinesfalls nachstehen.

Und wenn die MORIATEE-Maschine dazu so richtig dampft, dann liegt das an den exzellenten Gitarrenduellen von Ralf Schneider und Jens Hoffmann, dem pluckernden Kontrabass von Extrator und Trommelsänger-Rampensau Seb Hinkel.

Zusammen machen sie auch der dünnsten Komposition so richtig Druck. Aber auf „Born To Cry“ gibt es gar keine Füller, 15 stramme Hits in einer Dreiviertelstunde, das Tanzbein möge dabei niemals still stehen, und das Glas sich niemals leeren.

Twist and shout and shake it up!