I HATE OUR FREEDOM

Seriously

Als simple „Rockmusik“ beschreiben sich I HATE OUR FREEDOM selbst, die aus Mitgliedern von TEXAS IS THE REASON (Scott Winegard, Bass), THURSDAY (Tucker Rule, Drums), MILHOUSE (Justin Scurti, Gitarre) und GARRISON (Joseph Grillo, Gesang und Gitarre) bestehen.

Da sind die Erwartungen natürlich erstmal entsprechend hoch, und die Frage ob „Seriously“ diese erfüllt, kann ich erstmal nur mit einem „Jein“ beantworten. Die Erwähnung einer solch geliebten Band wie TITR weckt bei mir instinktiv die Hoffnung, hier Neunziger-Emo-Anwandlungen par excellence zu finden, was aber definitiv nicht der Fall ist.

Eher fliegt einem in simpler Weise ein Rock-Song nach dem anderen entgegen, vorangetrieben von einem wuchtigen Schlagzeug, harten, knarzigen Gitarren und einem manchmal brüllenden Sänger.

Hat man sich darauf aber eingestellt, kristallisieren sich doch ein paar Highlights heraus: der gerade mal anderthalbminütige Opener, der zunächst gnadenlos hart nach vorne geht, im schönen Refrain aber doch Erinnerungen an lautere SAMIAM wachruft, ist genauso wie „Sober sunday“ oder der Brecher „Don’t bother getting married“ rundum gelungen.

Für mich dennoch weder Fisch noch Fleisch, keine Überraschungen, eben schlichte Rockmusik (mit gelegentlichen Post-HC/Noise-Anleihen), da haben sie schon recht. Davon war ich allerdings auch nie wirklich Fan.