MAJEURE / SANKT OTTEN

Split

Hinter MAJEURE verbirgt sich Anthony Paterra von ZOMBI, der seiner Hauptband und seinem eigentlichen Label Relapse bereits 2009 mit einem Album auf Temporary Residence fremdgegangen war. Statt deren psychedelischen Spacerock gibt es von MAJEURE fließende und dennoch rhythmische, instrumentale Synthie-Sounds zwischen Pop (bei „The traveller“) und Soundtrack zu einem dystopischen Science-Fiction-Thriller, der komplett aus der Maschine kommt.

Nach drei Stücken von Paterra, die es auf rund 15 Minuten bringen, folgen vier Nummern von SANKT OTTEN, die 2010 mit ihrem vierten Album zu Denovali gewechselt waren. Auch hier glänzen Stephan Otten und Band wieder mit amüsanten Songtiteln („Es ist nicht alles Gott was glänzt“, „Ich beantrage die Unsterblichkeit“) in bester MOGWAI-Tradition und machen es schwer, den Übergang von der einen zur anderen Formation sofort wahrzunehmen.

Es ist dann das Schlagzeug, der handgemachte Sound der Deutschen, der den wesentlich Unterschied ausmacht, bevor beide Formationen beim letzten Stück „Höhere Gewalt“ als SANKT MAJEURE kollaborieren – ein Stück, das alle Beteligten in Tradition von Vangelis’ brillantem „Blade Runner“-Soundtrack wahrgenommen haben möchten.

Eine weitere herausragende Denovali-Veröffentlichung.