CHICKEN DIAMOND

s/t

Ganz ehrlich, mit dem One-Man-Band-Genre bin ich weitgehend durch, denn da wurde in den letzten Jahren von diversen Kleinlabels viel zu viele redundante Platten veröffentlicht, die außer einem gewissen „Novelty“-Faktor nichts zu bieten hat, schon gar nicht musikalisch.

Umso erfreulicher ist es da, das Debüt des aus Nordostfrankreich kommenden Chicken Diamond in die Finger zu bekommen, der sich mit seinem Blues-Punk in der Tradition von Junior Kimbrough und RL Burnside einerseits und VELVET UNDERGROUND, THE STOOGES und Jon Spencer andererseits sieht – und es auch schafft, diesen Vorbildern gerecht zu werden.

Das beweisen die zehn teils live, teils im Studio eingespielten Nummern (darunter das V.U.-Cover „Sister Ray“ und der CRAMPS-Song „Teenage werewolf“), die auf den ersten Blick zwar etwas monoton wirken, sich bei genauerer Betrachtung jedoch als druckvolle, hypnotische Songs entpuppen.

Auch Chicken Diamonds rauhe, bluesige Stimme überzeugt vollauf, der scheint mit Whiskey und Nägeln zu gurgeln, und man wünscht sich, der Herr würde am gleichen Abend noch in einer Kneipe um die Ecke spielen.

Ganz vorzüglich!