PAINS OF BEING PURE AT HEART

Belong

Noch mehr Plüschpop! 2009 veröffentlichten die aus Brooklyn, NY stammenden THE PAINS OF BEING PURE AT HEART ihr Debüt, machten sich seitdem mit jeder Tour, jedem Release neue Freunde, und „Belong“ könnte jetzt das Durchbruch-Album werden.

Produziert von Flood und gemischt von Alan Moulder präsentieren sich die zehn Songs, und man merkt von Anfang an, dass hieran mit mehr Geld- und Zeiteinsatz gearbeitet und auch viel poliert wurde.

Klingt wie Gemecker, ist es aber nicht. Weiterentwicklung lässt sich eben oft nur so definieren, dass Bekanntes aufgegriffen, verändert und verbessert, anderes aufgegeben wird. Die eindeutige THE JESUS AND MARY CHAIN-Verehrung, die Anlehnung an die wüsten Gitarrenlärmorgien von MY BLOODY VALENTINE, sie ist etwas in den Hintergrund gerückt, an die SMITHS erinnernde Songs, NEW ORDER-like („The body“), THE CURE-Pop („My terrible friend“), das kennt man bereits, aber eine gewisse Glattheit, die dennoch einen seltsamen Reiz ausstrahlt („Anne with an E“), das ist dazugekommen, und auch wenn mir das erste Album eindeutig besser gefiel, sind TPOBPAH immer noch eine Ausnahmeband mit dem Potenzial, auch innerhalb eines mainstreamigeren Indie-Publikums viele neue Freunde zu finden.

Weiter aus dem Fenster lehnen, als Flood das diesmal von ihnen verlangt hat, sollten sie sich aber nicht. Denn wohin das führt, sieht man ja an den von ihm zuletzt produzierten EDITORS ...