YELLOWCARD

When You’re Through Thinking, Say Yes

Manchmal muss man sich erst trennen um zu sehen, was man aneinander hatte. So ähnlich dürfte es auch den ehemaligen Vorzeige-Pop-Punkern YELLOWCARD gegangen sein, als sie 2007 mit dem eher durchschnittlichen „Paper Walls“ ihr vorerst letztes Album rausbrachten, um sich kurz darauf aufzulösen.

Die richtig gute Zeit der Band lag mit dem Release von „Ocean Avenue“ mehrere Jahre zurück und auch das 2006er Album „Lights & Sounds“ blieb hinter den Erwartungen zurück. Zeit für eine kreative Pause.

Jetzt sind YELLOWCARD wieder da und veröffentlichen mit „When You’re Through Thinking, Say Yes“ ein neues Album, das sich laut Sänger/Gitarrist Ryan Key wieder an „Ocean Avenue“ orientieren soll.

Da dieses allerdings schon vor bereits acht Jahren erschien, kann man sich über Sinn und Zweck eines solchen Unterfangens zumindest streiten. Und nach den ersten paar Hördurchgängen erhärtet sich der Eindruck, dass es YELLOWCARD vielleicht besser gestanden hätte, den Blick in die Zukunft und nicht in die Vergangenheit zu wagen.

Dabei ist „When You’re Through Thinking, Say Yes“ beileibe kein schlechtes Album. Es schafft es qualitativ halt bloß nicht, an die Unbekümmertheit und Leichtigkeit einer „Ocean Avenue“ anzuschließen.

Dabei sind mit „The sound of you and me“ und „With you around“ ein paar wirklich gute Songs dabei. Alles in allem erinnert das Album aber doch wieder eher an „Paper Walls“. Nach dem man sich damals ja auflöste.