ANCESTORS

Invisible White

Wo kommen nur die ganzen Neo-Hippies her? Bereits auf „Of Sound Mind“, ihrem ersten Album für Tee Pee, hatten ANCESTORS aus Los Angeles allerlei monumentalem Psychedelic Rock der Sechziger und Siebziger gehuldigt.

Und auch auf dieser 3-Songs-EP, die es allerdings dennoch auf knapp 30 Minuten bringt, haben PINK FLOYD und KING CIMSON unüberhörbar ihre Spuren hinterlassen. Dass sich ANCESTORS dabei diesmal eher zurücknehmen und die Stoner-Rock-Plattheiten im Schrank gelassen haben, mag man im ersten Moment eher als Nachteil empfinden, aber wenn man den drei sehr langen Songs den nötigen Raum zur Entfaltung lässt, entwickelt sich „Invisible White“ zu einem wirklich sehr schönen, atmosphärischen Album mit beinahe orchestralem Touch.

Getragen von sehr melodischen Gitarren-Melodien und weichen Synthie-Teppichen, über denen dann der für die Siebziger wohl typische manieriert theatralische Gesang liegt. Sozusagen Psychedelic Rock mit ausgeprägter „Feel good“-Komponente – einfach zurücklehnen und das Ganze mit oder ohne Rauschmittel auf sich einwirken lassen.