Reviews : ATARI TEENAGE RIOT / Is This Hyperreal? :: ox-fanzine.de

Das aktuelle Ox

Ox-Fanzine #101

Jetzt im Handel und bei uns erhältlich!

 

Kochen ohne Knochen

Das Ox-Kochbuch 4 & Kochen Ohne Knochen #8

Das Ox-Kochbuch 4: Exklusiv im Ox-Shop mit zusätzlichem Siebdruck-Schutzumschlag (rotes Papier/schwarzer Druck)! Dazu jede Menge Merchandise rund ums Kochbuch: Pizzamesser, Küchenmesser, Hand- und Geschirrtuch, Küchenschürze, Stofftasche, Servietten-Set, Buttons, Geschenkkarton ...

Kochen ohne Knochen #8: Die achte Ausgabe des Magazins für Menschen, die kein Fleisch essen, ist jetzt im Handel und bei uns erhältlich.

 

Die Ox-Abo-Prämie

Abo gegen T-Shirt oder Tasse!

Wer das Ox bis zum 31. Mai 2012 neu abonniert, wer ein Abo verschenkt oder als Ox-Abonnent einen neuen Abonnenten wirbt, der bekommt von uns das Ox-T-Shirt (weißer Ox-Skull auf schwarzem Stoff) oder die Ox-Tasse (schwarzes Ox-Logo auf mattiertem Glas) geschenkt!

 

CDs/LPs/Singles - Reviews

ATARI TEENAGE RIOT

Is This Hyperreal?

Format: CD

Label: Digital Hardcore

Vertrieb: Rough Trade

Spielzeit: 43:26

Genre: Punkrock/Hardcore

Webseite

Wertung:


Das vierte Album von ATARI TEENAGE RIOT hätte vor über zehn Jahren erscheinen sollen, doch mit dem Tod von Alec Empires Mitverschwörer Carl Crack am 6. September 2001 verschwanden alle Pläne in der Schublade, ATR wurden auf Eis gelegt und sowohl Alec Empire wie Hanin Elias machten solo weiter.

ATR waren die Krawall- und Aufregerband der zweiten Hälfte der Neunziger, ihr überdrehter Mix aus trashigen Electro-Sounds und Hardcore-Elementen, ihr brutaler, stampfender Rhythmus, der hysterische, übersteuerte „Gesang“ (besser: Gebrüll) von Empire und Elias polarisierten, ebenso die politischen Text, mit denen sie immer wieder aneckten, etwa mit „Hetzjagd auf Nazis“, das seinerzeit für Diskussionen sorgte, heute aber (leider) nichts an seiner Aktualität eingebüßt hat und mit dem man immer noch jede NPD-Demos aus den größten verfügbaren Sound-Systems beschallen sollte.

In den letzten zehn Jahren hat sich die Welt verändert, Empire beschritt solo neue Wege, zuletzt 2010 mit dem überraschend ruhigen „Shivers“, und Punk/Hardcore in der Kombination mit Techno wurde von so mancher Formation auf Audiolith für die Generation Alcopop in modernisierter Form aufgegriffen.

Hat also jemand auf „Is This Hyperreal?“ gewartet? Die alten Fans sicher, und die gibt es gerade auch international, ist ATR doch eines der erfolgreichsten musikalischen Exportprodukte jenseits des stumpfen Teutonenrocks von RAMMSTEIN.

„Is This Hyperreal?“ macht da weiter, wo die Band 1999 mit „60 Second Wipe Out“ aufhörte. ATR haben sich nicht neu erfunden, sie zitieren sich selbst. Hanin Elias ist nicht mehr als Shouterin dabei, aber Nic Endo hat ihren Part übernommen, und das Ergebnis ist einerseits die konsequente Fortführung der Bandgeschichte, jedoch insofern enttäuschend, als ATR ihre Einzigartigkeit und Radikalität, ihren „Novelty“-Status eingebüßt haben.

Das wiederum stört nur Menschen, die immer auf der Suche nach dem neuesten heißen Scheiß sind, alte Fans hingegen bekommen ihr geliebtes Aufputschmittel zurück. Über die Texte hätte ich gerne auch noch ein Wort verloren, aber in den Zeiten moderner Promotion-Methoden werden solche nicht mehr als relevanter Bestandteil eines Albums angesehen und entsprechend unterschlagen.

Joachim Hiller

© by Ox-Fanzine / Ausgabe #97 (August/September 2011)

Verwandte Links

Reviews

Suche

Ox präsentiert

LOVE A

LOVE A halten stets die Spannung aufrecht: Die fünf Moselaner bewegen sich zwischen NDW-Anleihen und Hamburger Schule ebenso wie zwischen drängendem, deutschen Punkrock und rhythmischem Indierock. Das Schlagzeug kommt geradlinig und auf den Punkt, ... mehr

 
 

Newsletter