HUDSON FALCONS

Dancing Underneath The Moonlight

Seit Mitte der Neunziger sind die HUDSON FALCONS aus New Jersey schon aktiv, veröffentlichten seitdem diverse große und kleine Platten, vor allem auf Street Anthem Records aus den USA. Obwohl mehrfach in Deutschland aktiv, hatten sie bislang kein hiesiges Label, und sowieso erschien das letzte Album bereits 2006.

Mit I Hate People hat die Band um Mark Linskey, der im realen Leben als Gewerkschafter aktiv ist, nun endlich ein rühriges neues Label im Rücken, das „Dancing Underneath The Moonlight“ vielleicht etwas mehr Aufmerksamkeit verschaffen kann, als die Band bisher genoss.

Verdient hätten es die HUDSON FALCONS, denn wie ihre NJ-Kollegen GASLIGHT ANTHEM sind sie erkennbare Verehrer des „Boss“: Beinahe noch mehr als Brian Fallon & Co. klingen sie nach den Springsteen-Klassikern der späten Siebziger und frühen Achtziger, man höre sich nur mal „Last chance afternoon“ oder „Interstate bound“ an.

Melancholische Musik aus dem „realen“ Amerika, oft eher ruhig als laut in Szene gesetzt, mit Piano im Hintergrund. Die Texte sind aus dem Leben gegriffen, direkt und wenig poetisch, aber frei von Pathos und Polemik, eher simple, klare Beschreibungen des Lebens in der unteren Hälfte der so genannten Mittelschicht – „Don’t let the bastards bring you down“ oder „You’ll never be cool“ sind dafür gute Beispiele.

Der Punkrock kommt auch nicht zu kurz, und so ist „Dancing ...“ ein rundum gutes Album, dem allerdings eine etwas ausgereiftere Produktion noch mehr Druck verliehen hätte. Wem GASLIGHT ANTHEM mit „American Slang“ zu mainstreamig geworden sind, findet hier eine sehr gute Alternative.