UNFOLD

Cosmogon

Acht lange Jahre inklusive Band-Auflösung haben sich die Schweizer UNFOLD Zeit gelassen, ihren Nachfolger zu „Aeon Aony“ abzuliefern. In der heutigen schnelllebigen Zeit muss man da schon was bieten, um wieder Fuß zu fassen.

Und das macht das Quintett glücklicherweise, ohne den damaligen Pfad wirklich zu verlassen. Wie gewohnt schwitzen die Schweizer NEUROSIS (die ich vor kurzen schmerzvoll und unnachahmlich das Hamburger „Grünspan“ in Schutt und Asche legen sah) aus allen Poren, zeigen dabei aber, dass sie zu den besseren Epigonen zählen.

UNFOLD sind zäh und heavy, bauen auf Dynamik und haben auf „Cosmogon“ neben epischen Brechern auch relativ kurze Eruptionen zu bieten, wobei der Gesang immer wieder an BREACH erinnert. Das Universum UNFOLDs erschließt sich nicht im Vorbeigehen, sondern fordert die Auseinandersetzung mit den einzelnen Songs, die dadurch erst ihre volle Wirkung entfalten können.

An die unfassbare Gewalt des übergroßen Vorbildes kommen UNFOLD zwar nicht heran, machen ihren Job aber weiterhin ganz beachtlich.