MANUAL KANT

Applaus

Der erste Eindruck von MANUAL KANT ist zunächst nicht der beste. Sie steigen überaus schwerfällig in ihr Debüt „Applaus“ ein, mit Riffs, die man spontan wohl eher einer beliebigen Garagen-Hardrock-Band zuordnen würde.

Aber mit der Zeit wird klar, dass hier mehr sein muss, außer diesem scheinbar gelangweilten Tönen. Von anfänglicher Ödnis schwingen sich MANUAL KANT zu einer erstaunlichen Coolness auf. Was an dieser Band und an dieser Platte aber einfach das Allergroßartigste ist, sind die Texte und das Verständnis von Humor.

Da wäre ein Song über ein Mädchen, dass auf imaginären Laufstegen über kotzeverschmierte Party-Überreste schreitet. Geschichten über gestreckte Drogen und hässliche Graffitis oder auch Zeilen wie „Mein Bindegewebe zergeht zu brutal.

Mir egal.“ MANUAL KANT verfügen über einen Witz, der tatsächlich nur sehr schwer in Worte zu fassen ist, und schaffen es aber doch, einem dabei das Gefühl zu geben, dass das eigentlich alles gar nichts so lustig ist.

All das macht „Applaus“ zu einer interessanten Platte, auch wenn musikalisch doch recht wenig passiert. (Diese Band war auf der Ox-CD #100 zu hören)