TRAFFIC SOUND

Virgin

Die Ururenkel der Inka haben eine ziemlich anglophile Tendenz, der Sound der Vorortcombo aus Lima erinnert stark an britische Blumenkindermusik im Geiste der MOVE, der späten YARDBIRDS und der frühen LED ZEPPELIN.

TRAFFIC SOUND begannen 1967 als reine Coverband, spielten sich durch die Hitparaden des swingenden London und die Haight Ashbury-Schlager, Räucherstäbchen-Musik par Excellence. Dass sie allerdings auch ausgezeichnete Songschreiber waren, bewiesen sie spätestens mit dem 68er Album „Virgin“, auf dem sie erstmals ihr eigenes Material einspielten.

Darauf sind zwar die Einflüsse von Acidrock und Blumenkinder-Folklore zu spüren, die eigene Handschrift ist dennoch stets zu spüren. Die Mischung der westlichen Einflüsse mit Latino-Elementen hinterlässt allerdings Eindruck.

„El condor pasa“ trifft „White rabbit“ sozusagen. Carlos Santana hat mit dieser Formel Millionen Verkaufseinheiten verschoben und wurde zum Weltstar, TRAFFIC SOUND kennt heute kein Hund mehr.

Ungerecht, aber so ist das Geschäft nun mal.