BORN FROM PAIN

The New Future

Wer die Geschicke der Band kontinuierlich mitverfolgt hat, weiß um den stilistischen Wandel, der sich im Anschluss an das Album „War“ von einem stampfenden Metal-Hardcore-Hybrid zum mehr oder weniger traditionellen Hardcore Punk vollzog.

Dieser Linie bleiben BORN FROM PAIN – übrigens wieder mit Gründungsmitglied Servé Olieslagers an der Rhythmusgitarre – im Großen und Ganzen treu, erweitern ihr Instrumentarium aber um vielerlei elektronische Klangerzeuger.

So ersetzt stellenweise die Rhythmusmaschine Roland TR-808, deren Klopfen sich bei Phil Collins ebenso vernehmen lässt wie auf zahlreichen frühen Rap-Produktionen, das herkömmliche Drumset.

Stücke wie „Kampfbereit“ oder der Remix von „Heartbeat“ gemahnen, mal als Folge der opulenten Synthesizer-Arrangements, mal wegen der verspielten Rhythmik, an Exponenten elektronischer Popmusik wie DEPECHE MODE und APHEX TWIN.

Ich muss gestehen, dass mich dieser Spagat zwischen punkigem Songwriting und Sequencer-Mucke anfangs etwas irritiert hat. Je öfter ich die Scheibe jedoch höre, desto mehr empfinde ich den neuen Sound als Bereicherung.

Lediglich mit den Gangshouts haben es die Jungs ein wenig übertrieben, denn in Kombination mit den parolenartigen Revoluzzer-Lyrics nutzen sich diese nach einer Weile ziemlich ab.