FRANK TURNER

Tape Deck Heart

Es wird Leute geben, die ihn für den Vertrag mit dem Major Universal kritisieren werden. Sollen sie doch, er wird sich schon nicht das Logo auf den Arm tätowieren lassen. Was aber auf seinem Arm steht, ist „Wembley“, denn in der Londoner Arena spielte er im letzten Jahr ein riesengroßes Konzert vor 12.000 Leuten.

Frank Turner ist groß geworden, im Sinne von erfolgreich. Glücklicherweise ändert das wenig an seiner Musik: Sehr klug singt Turner über gebrochene Herzen (sein gebrochenes Herz?) und das Leben, das einem manchmal trotz großer Liebe dazwischen kommt.

Er kritisiert Hollywood für dessen Vorstellung von zwischenmenschlichen Beziehungen – und fordert zum Tanzen auf. „Tape Deck Heart“ ist – mal wieder – voller Hits. Frank Turner hat das große Talent, melancholische Texte in fröhliche Melodien zu verpacken, nie wird er belanglos und sein Ziel, erwachsen über Liebe zu schreiben, hat er erreicht.

Frank Turner füllt nun Hallen, er hat aber versprochen, weiterhin kleine Gratis-Konzerte in Pubs zu geben. Die Musik auf „Tape Deck Heart“ passt zu beidem. Ich bin begeistert.