MADBALL

Hardcore Lives

Mit ihrem inzwischen achten Album springen MADBALL auf den bereits fahrenden Hardcore-Ethos-Zug auf, der vor allem von TERROR mit ihren letzten beiden Alben angefeuert wurde. Wenig überraschend ist es also, dass sich auf „Hardcore Lives“ auch ein Feature mit Scott Vogel findet.

Der Songtitel „True school“ sagt da wohl schon alles. Andererseits, muss man sagen, haben sich MADBALL nur mit dem Titel der Platte der neuen Bewegung verschrieben, denn eigentlich haben sie diese Themen schon vor langer Zeit besetzt, und so geht es auch diesmal um Zusammenhalt, Familie, innere Dämonen und viel um das Erwachsen- und Älterwerden.

Was man aber hier und bei vielen der Bands, die jetzt den Hardcore als Thema ihrer Platten heraufbeschwören, schmerzlich vermisst, sind kritische oder politische Botschaften. Es sind persönliche, in dieser Hinsicht aber auch schlicht selbstbezogene Platten, die dadurch viel Potenzial vergeben.

Auch verschenkt sind die Gastbeiträge von Candance (WALLS OF JERICHO) und Toby (H2O). Das Songwriting und der Sound nehmen keine Rücksicht und sie werden gnadenlos in den MADBALL-Sound gepresst und sind kaum noch als eigenständige, kreative Gastbeiträge wahrnehmbar.

„Hardcore Lives“ ist da in jeder Hinsicht kompromisslos, typisch MADBALL. Nur kleinere punkige und melodiöse Anwandlungen überraschen hier und da, wobei Freddy leider einfach nicht zum Sänger geboren ist.