HAMMERHEAD

Memory Hole

Neues von HAMMERHEAD – und zwar von der US-Band, die 1990 in North Dakota gegründet wurde und dann wie ihr Label Amphetamine Reptile in Minneapolis ansässig war. „Noise Rock“ hatten sich Label wie Band auf die Fahnen geschrieben, mit „Ethereal Killer“ (1993), „Into The Vortex“ (1994) und „Duh, The Big City“ (1996) erschienen neben diversen Kleinformaten drei Alben, die, bedingt durch die Arbeit der deutschen AmRep-Dependance, auch hierzulande recht erfolgreich waren.

Im Fahrwasser von Grunge und parallel zu Bands wie MELVINS, HELMET und SONIC YOUTH erfreute sich dieser derbe, lärmige, sperrige, aber durchaus groovende Rock einiger Beliebtheit, doch 1996 löste sich die Band auf, ein Teil der Mitglieder machte als VAZ weiter.

2010 kam die Reunion in der Originalbesetzung (Paul Sanders, Paul Erickson, Jeff Mooridian), und seitdem sind zwei (?) Releases erschienen: 2010/11 die „Anarcho Retardist Terror Exhibit“-4-Song-12“ auf AmRep mit Tom Hazelmyer-Artwork, die in zig Versionen verkauft wurde und nun 2014 als Split-Release von AmRep und Learning Curve mit den gleichen vier Songs unter dem Namen „Memory Hole“ neu aufgelegt wurde.

Parallel dazu erschien – nur auf Learning Curve – die „Global Depression“-6-Song-EP auf Vinyl und als CD, quasi als Appetitzer für die Europatour im Herbst, an die sich auch noch eine VAZ-Tour anschloss.

HAMMERHEAD verpasste ich, VAZ beeindruckten, und so ist klar, dass mit HAMMERHEAD wieder zu rechnen ist. Ihr schwerfälliger, fieser Lärmrock wirkt kein Stück in die Jahre gekommen – vielleicht nehmen die MELVINS sie ja mal mit auf Tour?