R-A-M-S

Beaten Up Dogs Don’t Dance

Bassist Rams hat mit den NASAL BOYS (später EXPO) Schweizer Punkgeschichte geschrieben und die THE BUCKS-Ohrwürmer „I ain’t doin’ it for“ und „Uhhdabbadabbada“ – welche durchaus ab und zu im Radio liefen – begleiten mich seit Kindheitstagen.

Währenddem Punk für mich allerdings stets „in die Zukunft“ strebt, signalisieren hier bereits das zerkratzte Bandfoto und das angedeutete Ringwear auf dem Umschlag, dass man eher in die entgegengesetzte Richtung schaut; und spätestens wenn einem beim Aufklappen des Gatefoldcovers ein überdeutliches „ROCK!“ in Großbuchstaben entgegen geschmettert wird, hätte ich privat die Platte zurück ins Regal gestellt.

Tatsächlich sind mir die zwölf (auf der CD sechzehn) Songs dann auch zu bodenständig, was aber auch bloß aussagt, dass Musik und Verpackung eben zusammenpassen. Mit Ex-HELLMUTE-Drummer Pidi bilden Rams und Gitarrist Philip Zeman ein starkes Trio, welches sich ganz offensichtlich keinen Deut um irgendwelche Trends oder anderer Leute Geschwätz schert, stattdessen wie eine alte Dampflokomotive ihren Weg geht, sich selbst genügt und live Spaß macht.