YACØPSÆ

Discoregraphy #2

2006 gab es die 167 Stücke umfassende YACØPSÆ-„Discoregraphy“-Doppel-CD auf Regurgitated Semen Records, die mittlerweile vergriffen ist. Kürzlich erschien auf F.O.A.D. Records aus Italien „Discoregraphy #2“, wobei es sich erneut um ein Mammutwerk handelt, wenn auch mit ein paar Tracks weniger: „nur“ 153 sind es diesmal.

Die 1990 in Hamburg gegründete Band widmet sich seitdem auf Myriaden von Platten auf Labels in aller Welt der Perfektionierung der Songminiatur: Anspannen, Energie speichern, und dann losschnellen, in wenigen Sekunden (der allergrößte Teil aller Titel hier liegt unter einer Minute Spielzeit) in größtmöglicher Geschwindigkeit alles rausballern – geplante Kakophonie.

Musik wie Dragster-Racing, wie ein Quarter-Mile-Rennen, vielhundertfach perfektioniert, und so treu sie sich in all den Jahren geblieben sind, so sind YACØPSÆ in ihrem Rahmen durchaus abwechslungsreich: diese Highspeed-Hack-Attacken sind nicht Selbstzweck, sondern eine perfektionierte Kunstform.

Musik mit kathartischer Wirkung, zum effektiven Freiblasen des Hirns und der Atemwege, eine Art akustische Nasendusche. Die Tracks entstammen unter anderem der „Einstweilige Vernichtung“-12“ (2001), der „Live @ AJZ Wermelskirchen“-LP (2008), der „Tanz, Grosny, tanz“-LP (2009) sowie der „Fuck Punk Rock ...“-10“ (1998).

Wer sie bisher verpasst hat: zugreifen. Kommt als Doppel-CD-Digipak mit Doppelbooklet mit allen Texten, Linernotes auf Deutsch und Englisch, Auflistung aller Konzerte, Live-Fotos, Flyergalerie und und und.

Ach ja, Stoffel: Ich habe anweisungsgemäß NICHT das Wort „Grindcore“ in diesem Kontext verwendet – also bitte nicht das Ox-Abo kündigen. Danke.