EIN GOLDFISCH IN DER GRUBE

Lars Gebhardt

Ein (gar nicht mal so) junger Mann zieht in große Stadt (Hamburg), lässt seinen Job hinter sich und es lieber krachen. Alkohol, Kokain, ein bisschen Sex, mehr braucht der Ich-Erzähler in Lars – Ox-Lesern wahrscheinlich eher bekannt als Abel – Gebhardts Debütroman nicht, um ein gutes Leben zu leben.

Wäre nicht die Kohle alle und Schulden von 3.000 DM angehäuft. Zum Zahltag ist das Geld nicht aufgetrieben, ein Glück, dass die beiden Gläubiger erschossen in ihrer Wohnung liegen. Schulden weg, Sporttasche voll Koks da, sympathische junge Dame an der Hand.

Kaum ist das Pulver vertickt und die vermeintliche neue Freundin wieder fort, wächst ihm alles über den Kopf, er verlässt Hamburg in Richtung Berlin, um einen freien Kopf zu bekommen, was auch nur mäßig klappt.

Abel trägt diese Story, unterstützt von Bela B., auf unaufgeregte, sympathische Weise vor und ich würde ihm sofort abnehmen, dass das alles genau so passiert ist. Die eine oder andere autobiografische Note wird sich da wohl in die ansonsten fein ausgedachte Handlung geschummelt haben.